BMW Aktie: 2 Millionen Elektrofahrzeuge am 5. Mai

BMW verzeichnet starke E-Auto-Vorbestellungen in Europa, der weltweite Absatz sinkt jedoch. Der Führungswechsel zu Nedeljković steht bevor.

Die Kernpunkte:
  • Über 50.000 Vorbestellungen für neuen iX3
  • Globaler Absatz im ersten Quartal gesunken
  • Zweimillionstes Elektroauto produziert
  • Vorstandschef Zipse scheidet aus

60 Prozent mehr Vorbestellungen für Elektrofahrzeuge in Europa — und trotzdem sinkt der weltweite BEV-Anteil. BMW steckt mitten in einem Übergang, dessen Widersprüche der heutige Hauptversammlungstag scharf beleuchtet.

Starke Nachfrage, schwaches Gesamtbild

Allein für den iX3 50 xDrive liegen über 50.000 Vorbestellungen europäischer Kunden vor. BMW erwartet, dass der günstigere iX3 40 die Nachfrage weiter ankurbeln wird. Noch in diesem Jahr soll der neue i3 in Europa folgen, der erste iX5 ist vor Ende 2026 geplant.

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Das globale Bild sieht anders aus. Der Gesamtabsatz der BMW Group — BMW, MINI und Rolls-Royce zusammen — fiel im ersten Quartal 2026 um 4,6 Prozent auf knapp 496.000 Fahrzeuge. Der weltweite Elektroanteil sank auf 15,5 Prozent, nach 18,7 Prozent im Vorjahr. Als möglicher Faktor gilt das Auslaufen staatlicher Förderungen in den USA. In Europa hingegen erreichten reine Elektrofahrzeuge bereits 25,3 Prozent der Auslieferungen.

Zwei Millionen Elektroautos und neue Motorentechnik

Am 5. Mai fertigte BMW in Dingolfing sein zweimillionstes Elektrofahrzeug — einen tansanitblauen i5 M60 xDrive. Bemerkenswert: Die erste Million Einheiten brauchte rund elf Jahre, die zweite Million wurde in etwa zwei weiteren Jahren erreicht.

Parallel treibt der Konzern Innovationen beim Verbrennungsmotor voran. Das patentierte Vorkammer-Zündsystem „BMW M Ignite“ geht ab Mitte 2026 in Serie und soll in den Reihensechszylindern von M2, M3 und M4 den Kraftstoffverbrauch unter Last spürbar senken — ein Beitrag zur Erfüllung der Euro-7-Norm.

Das langfristige Ziel bleibt ambitioniert: Bis Ende des Jahrzehnts sollen vollelektrische Modelle mindestens die Hälfte des Absatzes ausmachen. Für die dafür nötige „Neue Klasse“-Plattform investiert BMW mehr als 10 Milliarden Euro.

Führungswechsel und Dividendenkritik

Heute scheidet Oliver Zipse planmäßig aus dem Vorstand aus. Milan Nedeljković übernimmt den Vorsitz ab morgen. Im Vorfeld der Hauptversammlung kritisierten der BUND und der Dachverband der Kritischen Aktionäre die Höhe der Dividende und mahnten Korrekturen bei Modellpolitik und Rohstoffbeschaffung an.

Die BMW-Aktie notiert aktuell bei 79,88 Euro — rund 17 Prozent unter ihrem Dezember-Hoch von 97,12 Euro und seit Jahresanfang fast 17 Prozent im Minus. Ob der neue Vorstandschef Nedeljković das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen kann, hängt vor allem daran, wie schnell die europäischen Bestellerfolge weltweit replizierbar werden.

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