BMW Aktie: 200 Millionen Kilometer im autonomen Modus

BMW erreicht Rekord beim autonomen Fahren, während der Aktienkurs auf ein Jahrestief fällt und ein Führungswechsel ansteht.

Die Kernpunkte:
  • Über 200 Mio. Kilometer im Autobahnassistenten
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief bei 69 Euro
  • RSI signalisiert stark überverkaufte Lage
  • Neuer Vorstandschef seit Frühjahr im Amt

Starke Technologiedaten, schwache Kurse. Bei BMW klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Konzern feiert einen wichtigen Meilenstein beim autonomen Fahren. An der Börse kämpft das Papier derweil gegen den Absturz.

Vorsprung auf der Autobahn

Kunden haben den BMW Autobahnassistenten intensiv genutzt. Mehr als 200 Millionen Kilometer legten sie im freihändigen Modus zurück. Das System erlaubt Geschwindigkeiten bis 130 km/h ohne Hände am Lenkrad. Der Fahrer muss den Verkehr lediglich aufmerksam beobachten.

Damit baut München die technologische Führung bei Level-2-Plus-Systemen aus. Besonders in Deutschland und den USA kommt die Software gut an. Konkurrenten kämpfen parallel dazu oft mit Verzögerungen bei ihren Plattformen. BMW sieht die hohe Kilometerleistung als klaren Beweis für die Marktreife.

Charttechnik funkt SOS

Diese operative Stärke spiegelt sich im Kursverlauf nicht wider. Im Gegenteil. Die BMW-Stammaktie notiert aktuell bei 69,26 Euro. Damit liegt sie nur hauchdünn über dem gestern markierten 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 28 Prozent.

Technische Indikatoren schlagen Alarm. Der Relative-Stärke-Index (RSI) fällt auf 26,7 Punkte und signalisiert eine massive Überverkauftheit. Der Abstand zur 200-Tage-Linie verdeutlicht den harten Abwärtstrend. Der Kurs notiert deutlich unter diesem langfristigen Durchschnitt.

Umbruch an der Spitze

Neben dem schwachen Chartbild verarbeitet der Markt einen Führungswechsel. Milan Nedeljković hat im Frühjahr den Vorstandsvorsitz von Oliver Zipse übernommen. Der neue Chef muss nun die Profitabilität stabilisieren. Erschwerend wirken drohende US-Zölle und das schwierige Marktumfeld in China.

Ein Schritt zur Pflege des Kapitalmarkts steht bereits fest. Die Hauptversammlung beschloss im Mai die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien. Das vereinfacht die Kapitalstruktur. Obendrein soll diese Maßnahme die Liquidität der Papiere erhöhen.

In den kommenden Wochen rücken die harten Absatzzahlen in den Fokus. Technologische Rekorde stützen zwar die langfristige Substanz des Autobauers. Kurzfristig entscheidet aber das operative Geschäft über den Kurs. Das Management muss die Marge im Zielkorridor halten und das schwache Asien-Geschäft abfedern.

Anzeige

BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 13. Juni liefert die Antwort:

Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BMW