BMW Aktie: 30,2% China-Einbruch im Q2

BMW verzeichnet starke Einbußen in China, während USA und Europa zulegen. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief, der Halbjahresbericht Ende Juli wird entscheidend.

Die Kernpunkte:
  • China-Verkäufe brechen um 30 Prozent ein
  • US-Markt legt um 13 Prozent zu
  • Elektroauto-Absatz steigt weltweit
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief

Ein Minus von 30,2 Prozent in China. Dagegen steht ein Plus von 13 Prozent in den USA. BMW zeigt in seinen aktuellen Absatzzahlen für das zweite Quartal 2026 zwei völlig gegensätzliche Gesichter — und die Börse reagiert mit Skepsis.

Die BMW Aktie schloss am Freitag bei 58,28 Euro, nur 2,14 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 57,06 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 40 Prozent verloren. Auf Sicht von 30 Tagen ging es um 13,84 Prozent nach unten.

China bricht ein, der Westen fängt auf

Weltweit lieferte BMW im zweiten Quartal 590.962 Fahrzeuge aus. Das ist ein Rückgang von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das erste Halbjahr summiert sich der globale Absatz auf rund 1,15 Millionen Fahrzeuge, ein Minus von 4,2 Prozent.

Der Grund liegt fast ausschließlich in China. Dort sank der Absatz im zweiten Quartal um 30,2 Prozent auf 117.815 Einheiten. Für das erste Halbjahr fielen die Verkäufe um 20,4 Prozent auf 261.773 Fahrzeuge. Intensiver Preiswettbewerb und schwächere Nachfrage im Premiumsegment drücken das Geschäft, berichten Medien.

In den USA und Europa läuft es dagegen deutlich besser. Die Marke BMW legte in den USA im Quartal um 13 Prozent auf 102.713 Fahrzeuge zu. In Europa lieferte der Konzern 260.173 Fahrzeuge aus, im ersten Halbjahr stiegen die Verkäufe dort um 5,4 Prozent.

Elektroautos laufen gut, der iX3 macht Hoffnung

Bei vollelektrischen Fahrzeugen zeigt BMW Stärke. Zwischen April und Juni lieferte der Konzern weltweit 116.807 BEVs der Marken BMW und MINI aus, ein Plus von 5,2 Prozent. In Europa, wo der neue iX3 zuerst startet, kletterte der BEV-Absatz sogar um 38 Prozent auf 81.445 Einheiten.

Für das SUV-Modell iX3 nähern sich die Vorbestellungen laut Unternehmensangaben der Marke von 100.000 Stück. Das Management wertet die Nachfrage nach den Modellen der „Neuen Klasse“ als starkes Signal für die kommenden Jahre. Der iX3-Start gilt als wichtiger Treiber für das Elektrowachstum im zweiten Quartal.

Der Chart spiegelt die China-Sorgen

An der Börse dominiert derzeit die Skepsis gegenüber der Entwicklung in China. Der RSI liegt bei 31,1 — das deutet auf eine überverkaufte Situation hin. Der 50-Tage-Durchschnitt notiert bei 69,12 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 82,03 Euro. Beide liegen damit klar über dem aktuellen Kurs.

Zum 52-Wochen-Hoch von 97,90 Euro, erreicht im Dezember 2025, fehlen der Aktie inzwischen über 40 Prozent. Kein Wunder, dass Anleger auf den nächsten größeren Termin schauen.

Am 30. Juli veröffentlicht BMW den vollständigen Halbjahresbericht. Er wird zeigen, wie stark der Preisdruck in China bereits auf die Marge durchschlägt. Bis dahin bleibt die Marke von 57 Euro eine wichtige Unterstützung im Chart.

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