BMW Aktie: 57,70 Euro neues 52-Wochen-Tief

Trotz humanoider Roboter in der Fertigung fällt die BMW-Aktie auf ein neues Jahrestief. Analysten sehen die Abverkäufe als übertrieben an.

Die Kernpunkte:
  • Neues 52-Wochen-Tief bei 57,70 Euro
  • Kursverlust seit Jahresbeginn fast 40 Prozent
  • Humanoider Roboter Figure 03 im Einsatz
  • Jefferies-Analysten halten Sorgen für übertrieben

Starke Innovationen, schwache Kurse — bei BMW klaffen Realität und Stimmung weit auseinander. Der Automobilkonzern integriert in den USA hochmoderne humanoide Roboter in die Fertigung. An der Börse honoriert das aktuell niemand. Die Aktie stürzte am Montag auf ein neues Jahrestief.

Humanoide Roboter am Fließband

Im US-Werk Spartanburg hat der Einsatz des Roboters „Figure 03“ begonnen. Mit einer Größe von 1,73 Metern und 61 Kilogramm Gewicht sortiert die Maschine Bauteile in der Produktionslogistik. Das Modell verfügt über eine weichere Außenhülle und verbesserte Sensoren in den Händen.

Auch Sprachkommunikation beherrscht der Roboter. Ein kabelloses Ladesystem integriert ihn effizient in den Schichtbetrieb. Der Akku hält rund fünf Stunden. Parallel digitalisiert BMW die Fertigungshallen mit virtuellen Zwillingen und KI-gestützter Qualitätskontrolle.

Kursrutsch auf neues Tief

Die technologischen Fortschritte helfen dem Aktienkurs derzeit nicht. Das Papier notiert bei 58,02 Euro und verlor am Montag 1,56 Prozent. Im Tagesverlauf markierte der Kurs bei 57,70 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf fast 40 Prozent. Ein massiver Abverkauf. Der Relative-Stärke-Index steht bei 19,4. Das signalisiert einen technisch extrem überverkauften Zustand. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt mittlerweile mehr als 20 Prozent.

Analysten sehen Übertreibung

Der gesamte europäische Automobilsektor leidet unter konjunkturellem Gegenwind und sinkenden Industrieaufträgen. Konkurrent Mercedes-Benz kämpfte im Vorjahr mit einer Halbierung des Gewinns. Analysten der Investmentbank Jefferies werten die aktuellen Sorgen um BMW dennoch als übertrieben.

Der Münchener Konzern setzt konsequent auf Effizienz. Die neuen Roboter sollen langfristig Prozesskosten senken und fehlende Fachkräfte ersetzen. Eine breite Markteinführung solcher Systeme erwartet die Branche ab dem Jahr 2028.

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