BMW Aktie: Abfindungs-Schluss?
Der Konzern startet die Batteriefertigung in China und zeigt Schnellladen, während die Auslieferungen im dritten Quartal zurückgehen.

- Abfindungsprogramm soll Mitte November enden
- Mehrere Tausend Beschäftigte bekundeten Ausscheidensbereitschaft
- Gen6-Batterien laufen in Shenyang vom Band
- Weltweite Auslieferungen sanken im dritten Quartal
BMW schließt sein freiwilliges Abfindungsprogramm in Deutschland vorzeitig und treibt zugleich die Elektrotechnik voran. Beide Entwicklungen bestätigte der Konzern am Dienstag. Für Anleger ergibt sich daraus ein gemischtes Bild: Die Personalmaßnahmen schreiten voran, während Batterieproduktion und Ladetechnik Fortschritte machen. Eine Verbesserung des zuletzt rückläufigen Absatzes ist damit noch nicht belegt.
Abfindungsprogramm soll bis Mitte November enden
Laut Handelsblatt haben seit dem 8. Oktober mehrere Tausend Mitarbeitende ihre Bereitschaft zum Ausscheiden erklärt. BMW nannte keine konkrete Teilnehmerzahl. Das Unternehmen bestätigte die vorzeitige Schließung des freiwilligen Programms und will es bis Mitte November abschließen.
Dabei ist die Unterscheidung zwischen Bereitschaft und tatsächlichem Ausscheiden wichtig. Die Interessensbekundungen der Beschäftigten sind nicht mit bereits vollzogenen Personalabgängen gleichzusetzen. Auch der vorgesehene Abschluss des Programms liegt noch vor dem Unternehmen. Für die Einordnung zählt deshalb zunächst der Fortgang der Maßnahme, nicht eine bereits abgeschlossene Verringerung der Belegschaft.
Fortschritte bei Batterien und Ladetechnik
Parallel dazu demonstrierten BMW, IONNA und Alpitronic am Dienstag gemeinsam Hochleistungsladen mit bis zu 460 kW für den BMW iX5 60 xDrive. Die Vorführung setzt einen technischen Akzent neben die Personalnachricht. Sie ist allerdings von einem Nachweis zusätzlicher Fahrzeugverkäufe zu unterscheiden.
Bereits am 15. Oktober nahm BMW in Shenyang die Serienproduktion von Gen6-Hochvoltbatterien auf. Die Batterien sind für künftige, lokal produzierte Neue-Klasse-Modelle in China vorgesehen. Für die neuen Rundzellen nennt BMW eine um mehr als 20 Prozent höhere Energiedichte und eine bis zu 30 Prozent höhere Reichweite.
Damit betreffen die jüngsten Meldungen unterschiedliche Stufen der Elektromobilität: die Batterieproduktion für kommende Modelle und die demonstrierte Ladeleistung eines Fahrzeugs. Der Produktionsstart ist bereits erfolgt. Die vorgesehenen Neue-Klasse-Modelle bleiben dagegen ein Zukunftsthema.
Analysten senkten ihre Zielmarken
Die jüngeren Analystenaktionen fielen zurückhaltend aus. RBC Capital Markets bestätigte am 14. Oktober die Einstufung „Sector Perform“ und senkte das Kursziel von 60 auf 58 Euro.
Auch die andere jüngere Einschätzung brachte keine Hochstufung. Medienberichten zufolge reduzierte UBS am 9. Oktober das Kursziel von 70 auf 60 Euro und beließ die Bewertung bei „Neutral“.
Die Absatzmeldung vor gut einer Woche liefert dazu den geschäftlichen Kontext: BMW meldete für das dritte Quartal 2026 einen weltweiten Auslieferungsrückgang von 6,3 Prozent. Personalmaßnahmen und technische Fortschritte stehen somit einer schwächeren Absatzentwicklung gegenüber. Die angekündigte Quartalsmitteilung am 4. November 2026 ist der nächste Termin, um die wirtschaftliche Entwicklung genauer einzuordnen.
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