BMW Aktie: Aktionärsschock voraus?
BMW schlägt die Umwandlung von Vorzugsaktien vor und meldet rückläufige Auslieferungen, während die Bestellungen für Elektrofahrzeuge in Europa stark steigen. Die Hauptversammlung im Mai wird entscheidend.

- Vorschlag zur Umwandlung aller Vorzugsaktien
- Elektroauslieferungen im ersten Quartal stark gesunken
- Europäische E-Auto-Bestellungen deutlich gestiegen
- Neue Ladetechnik ohne Vertrag verfügbar
Starke Auftragsbücher, schwache Auslieferungen — und kurz vor der Hauptversammlung ein Eingriff in die Kapitalstruktur, der nicht jeden Aktionär freuen dürfte. BMW navigiert gerade durch eine ungewöhnlich turbulente Phase.
Vorzugsaktie vor dem Aus
Der Vorstand schlägt vor, sämtliche stimmrechtslosen Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien umzuwandeln. Das klingt nach technischer Routine, hat aber Konsequenzen für die Aktionärsstruktur. Wer abstimmen will, muss bis zum 21. April nachweisen, dass er Aktionär ist — die Hauptversammlung findet am 13. Mai statt. Für das abgelaufene Jahr sind 4,40 Euro Dividende je Stammaktie vorgesehen.
Der Kurs steht bei 83,62 Euro — knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber rund 13 Prozent unter dem Dezember-Hoch. Seit Jahresanfang liegt die Aktie im Minus.
Elektro-Paradox im ersten Quartal
Die Q1-Zahlen erzählen eine Geschichte mit zwei Gesichtern. Weltweit lieferte BMW 3,5 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im Vorjahr. Besonders schmerzhaft: Die Elektroauslieferungen brachen um mehr als 20 Prozent auf rund 87.000 Einheiten ein.
Europa zeigt das Gegenteil. Die Bestellungen für Elektrofahrzeuge lagen rund 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Der neue iX3 — erstes Modell der „Neuen Klasse“ — hat bereits deutlich über 50.000 Bestellungen gesammelt. Das Werk in Debrecen läuft in zwei Schichten.
Die Lücke zwischen Nachfrage und Auslieferung ist kein Zufall. BMW stellt die iX-Produktion in den USA ein und konzentriert das Portfolio auf die kommende Modellgeneration. Der neue i3 soll ab August in München vom Band laufen.
Laden ohne App, Batterien mit mehr Reichweite
Parallel dazu treibt BMW das Laden voran. Seit Mitte März können Fahrer an öffentlichen Schnellladestationen in Deutschland laden, ohne vorher einen Vertrag abzuschließen. Das Fahrzeug authentifiziert sich automatisch über das BMW-Konto. Über 1.400 Ladepunkte bei Mer Deutschland und Österreich sind bereits eingebunden — weitere Betreiber sollen folgen.
Auf der Technologieseite arbeitet BMW mit Rimac an Hochvoltspeichern der nächsten eDrive-Generation. Ziel sind höhere Energiedichte und kürzere Ladezeiten. Für den X5 steigt die Ladeleistung bei Plug-in-Hybrid-Modellen im Modelljahr 2026 auf 11 Kilowatt.
Die Hauptversammlung am 13. Mai wird zeigen, wie Aktionäre die Kapitalstrukturreform bewerten — und ob das Vertrauen in die „Neue Klasse“ die schwachen Quartalszahlen überwiegt.
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