BMW Aktie: Doppelschlag trifft hart

Die BMW-Aktie verliert stark nach Analystenabstufungen. Neue US-Importzölle und der Preiskampf in China belasten die Gewinnaussichten des Automobilkonzerns erheblich.

Die Kernpunkte:
  • US-Drohung mit neuen Zöllen auf EU-Autos
  • Barclays und Berenberg senken ihre Bewertung
  • Aktie verliert über vier Prozent an einem Tag
  • Doppelbelastung durch China-Preiskampf und Zollrisiko

Die BMW-Aktie gerät unter Druck. Die konkrete Drohung neuer US-Importzölle auf europäische Fahrzeuge löste am Montag eine Welle von Analystenwarnungen aus. Barclays bestätigte sein negatives Votum, Berenberg stufte ab – und das Papier verlor an einem Tag über vier Prozent.

Die Fakten im Überblick:

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  • US-Regierung droht mit neuen Zöllen auf Autoimporte aus Europa
  • Barclays hält an „Underweight” fest, sieht BMW als stark betroffen
  • Berenberg stuft von „Buy” auf „Hold” herab
  • Aktie schloss am Montag bei 85,58 Euro (-4,3 Prozent)
  • Jahresverlust beträgt mittlerweile rund 10,6 Prozent

Analysten schlagen Alarm

Die politische Entwicklung kam überraschend schnell. Barclays-Analyst Henning Cosman schrieb in seiner Branchenstudie, die neue Bedrohung sei „greifbarer” und komme früher als erwartet. Obwohl geopolitische Risiken bereits in seinem Ausblick für 2026 berücksichtigt waren, verschärfe sich die Lage nun deutlich. BMW sieht er zusammen mit Porsche, Mercedes-Benz und Volkswagen als Hauptleidtragende.

Berenberg reagierte ebenfalls prompt. Die Privatbank begründete ihre Herabstufung mit gestiegenen Risiken für die Gewinnentwicklung im europäischen Automobilsektor. Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein: Die deutschen Premiumhersteller stecken bereits im chinesischen Preiskampf fest.

Sektor in der Zange

Die USA sind ein zentraler Absatzmarkt für BMW. Ein signifikanter Teil der dort verkauften Fahrzeuge wird aus Europa importiert – und wäre somit direkt von Zöllen betroffen. Gleichzeitig kämpft der Konzern in China mit sinkenden Margen. Zum 1. Januar 2026 senkte BMW die Listenpreise für mehrere Modelle teils drastisch, um im dortigen Wettbewerb bestehen zu können.

Diese Doppelbelastung setzt die Gewinnprognosen für das laufende Jahr erheblich unter Druck. Die Aktie notiert aktuell knapp sieben Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und hat vom 52-Wochen-Hoch bei 97,12 Euro fast zwölf Prozent eingebüßt.

Was jetzt kommt

Die Volatilität dürfte anhalten. Jede neue Information zur möglichen Ausgestaltung der US-Zölle wird die Märkte bewegen. Der nächste wichtige Termin ist der 12. März 2026, wenn BMW die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegt. Investoren werden dann vor allem auf den Ausblick des Managements für 2026 achten – und darauf, wie das Unternehmen die geopolitischen Risiken einschätzt.

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