BMW Aktie: Dritte Rückkauf-Tranche startet

BMW leitet die dritte Tranche seines milliardenschweren Aktienrückkaufs ein. Das Programm soll Vertrauen in den unter Druck stehenden Autobauer signalisieren.

Die Kernpunkte:
  • Rückkaufvolumen von bis zu 625 Millionen Euro
  • Maximal 44 Millionen Stammaktien betroffen
  • Aktien sollen eingezogen werden
  • Gesamtprogramm läuft bis April 2027

BMW greift erneut in die eigene Aktienkasse. Seit diesem Mittwoch läuft die dritte Tranche des laufenden Rückkaufprogramms — mit einem Volumen von bis zu 625 Millionen Euro.

Im Zuge dieser Tranche darf BMW maximal 44 Millionen Stammaktien zurückkaufen. Der primäre Zweck: Einziehung der Aktien mit entsprechender Kapitalherabsetzung. Daneben fließt ein Teil in Mitarbeiteraktienprogramme.

Gesamtprogramm bis April 2027

Das übergeordnete Rückkaufprogramm hat ein Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro und läuft spätestens bis Ende April 2027. Für Vorzugsaktien war ursprünglich ein separates Teilvolumen von bis zu 350 Millionen Euro vorgesehen — dieser Posten ist inzwischen hinfällig. Alle Vorzugsaktien wurden zum 30. Juni per Satzungsänderung in Stammaktien umgewandelt, womit nur noch eine Aktiengattung im Umlauf ist.

Strukturwandel im Hintergrund

Das Rückkaufprogramm fällt in eine Phase, in der BMW mit handfesten Gegenwinds kämpft. Schwächelnde Absatzzahlen in China, wachsender Preisdruck durch Wettbewerber aus dem Reich der Mitte und hohe Ausgaben für Elektromobilität und Softwareentwicklung belasten die Marge. Kein Wunder, dass die Aktie zuletzt deutlich nachgegeben hat.

Auf der Produktseite setzt BMW auf Offensive: Der neue iX5 bringt die X5-Baureihe erstmals als rein elektrische Variante auf den Markt. Die Serienproduktion startet im August im US-Werk Spartanburg — ab 2028 soll zudem eine Brennstoffzellenversion folgen.

Rückkäufe in dieser Größenordnung signalisieren, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält. Ob das Programm ausreicht, um das Vertrauen der Anleger dauerhaft zurückzugewinnen, hängt letztlich davon ab, wie schnell BMW den Margendruck in den Griff bekommt — die nächsten Quartalszahlen dürften dazu ein klareres Bild liefern.

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