BMW Aktie: Europa und USA halten Kurs
Weltweite Auslieferungen gingen im dritten Quartal zurück; Zuwächse in Europa, den USA und bei Elektroautos federten den Rückgang ab.

- China-Auslieferungen sanken um 24,8 Prozent
- Europa und USA verzeichneten Zuwächse
- Elektroauto-Auslieferungen stiegen um 7,2 Prozent
- BMW erwartet 2026 eine Autogeschäftsmarge von ein bis drei Prozent
Der Absatz in China bricht ein, doch BMW verliert weniger als die deutsche Konkurrenz. Im dritten Quartal lieferte der Konzern weltweit 551.072 Fahrzeuge aus, 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aktie notierte nach den Zahlen bei rund 53 Euro.
China bleibt das Problem
In China sanken die Auslieferungen um 24,8 Prozent auf 114.355 Fahrzeuge. Ein schrumpfender Markt und ein aggressiver Preiskampf mit heimischen Herstellern belasten die Premiumanbieter. Volkswagen traf es dort mit einem Minus von 38,5 Prozent noch härter.
Auch weltweit schneidet BMW besser ab als die Wettbewerber. Mercedes-Benz, Volkswagen und Porsche meldeten Rückgänge zwischen gut acht und knapp 20 Prozent.
Elektroautos und USA als Stütze
In Europa legte BMW um 2,7 Prozent zu, in den USA um 2,5 Prozent. Die Elektrosparte wächst kräftig: Weltweit stiegen die Auslieferungen vollelektrischer Modelle um 7,2 Prozent auf 110.257. In Europa war zuletzt jedes dritte ausgelieferte Fahrzeug ein Stromer.
Vertriebsvorstand Jochen Goller verwies auf starke Auftragseingänge und lobte den iX3 als erstes Modell der „Neuen Klasse“. In den USA hilft das Werk in Spartanburg bei den Zöllen, denn rund die Hälfte der dort verkauften Autos entsteht vor Ort. Hält der Trend an, könnte der US-Markt China als zweitgrößten Absatzmarkt ablösen.
Nach neun Monaten summiert sich der Absatz auf gut 1,7 Millionen Fahrzeuge, ein Minus von 4,9 Prozent.
Marge als Prüfstein
Entscheidend für die Aktie bleibt die Profitabilität. Der Konzern erwartet im Autogeschäft für 2026 nur noch eine operative Marge von einem bis drei Prozent, im zweiten Quartal waren es 2,3 Prozent. Bis 2028 soll sie auf drei bis fünf Prozent steigen.
Dabei setzt BMW auch auf Effizienz. Agentische KI soll Entscheidungen beschleunigen, im Einkauf laufen bereits entsprechende Systeme. Zudem will der Konzern die Zahl der Managementfunktionen bis Mitte 2027 um 20 Prozent senken. Ein Experte hält den Zeitplan für sehr optimistisch und warnt vor Fehlern der KI.
Konkrete Hinweise liefern die Quartalszahlen am 4. November. Dann zeigt sich, ob der Konzern die gesenkte Jahresprognose halten kann.
Stand heute, 14. Oktober: BMW – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in BMW investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 14. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




