BMW Aktie: Halbjahresbericht am 30. Juli

BMW steigert US-Absatz deutlich und baut E-Motoren-Produktion aus. Die Aktie notiert trotzdem nahe dem Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • E-Motoren-Fertigung in Steyr hochgefahren
  • US-Verkäufe im zweiten Quartal gestiegen
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Halbjahresbericht für Ende Juli erwartet

Starke US-Zahlen und eine massive Produktionsausweitung in Österreich. Eigentlich liefert BMW gerade gute Nachrichten am Fließband. Die Börse honoriert das allerdings kaum. Das Münchener Papier steckt tief im Minus.

E-Motoren im Zweischichtbetrieb

Der Autobauer skaliert seine Elektromobilität hoch. Seit Anfang Juli laufen die Bänder im österreichischen Werk Steyr im Zweischichtbetrieb. Hier baut BMW die E-Motoren für die Fahrzeuggeneration der „Neuen Klasse“. Die Folge: Das Werk produziert nun über 4.000 Antriebe pro Woche.

Der Sprung ist massiv. Im vergangenen Jahr fertigte der Standort insgesamt nur rund 8.500 Motoren. Für 2026 rechnet das Management mit deutlich über 100.000 Stück. Parallel dazu stockt auch das ungarische Werk Debrecen auf. Dort läuft das neue Elektro-SUV iX3 vom Band.

SUVs ziehen den US-Absatz

Rückenwind bekommt der Konzern derzeit aus Nordamerika. Im zweiten Quartal verkaufte BMW in den USA über 102.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die margenstarken SUVs treiben das Geschäft. Die X-Baureihe macht mehr als die Hälfte aller US-Verkäufe aus.

Auch im gesamten ersten Halbjahr verbuchte die Kernmarke dort ein leichtes Wachstum von 4,7 Prozent. Ein Absatzrückgang bei der Marke Mini bremste das Gesamtergebnis der Gruppe nur minimal.

Aktie bleibt im Keller

An der Börse verpufft diese operative Stärke bislang völlig. Mit knapp 61 Euro notiert die Aktie gefährlich nah an ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf über 36 Prozent. Auch der 50-Tage-Durchschnitt verläuft mit über 70 Euro in weiter Ferne.

Der Markt bewertet den kostspieligen Umbau zur Elektromobilität offenbar weiterhin skeptisch. Investoren blicken nun auf den 30. Juli. Dann veröffentlicht BMW den offiziellen Halbjahresbericht und legt konkrete Profitabilitätszahlen vor.

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