BMW Aktie: i3-Bestellung startet früher als geplant
BMW startet Bestellungen für neuen i3 früher als geplant. Analysten sehen trotz Kursrutsch erhebliches Potenzial bei der Aktie.

- Neuer BMW i3 ab sofort bestellbar
- Goldman senkt Kursziel auf 84 Euro
- RSI zeigt stark überverkaufte Aktie
- Kurs erholt sich auf 60,98 Euro
Die BMW-Aktie hat gestern ein neues 52-Wochen-Tief bei 58,80 Euro markiert. Heute erholt sie sich leicht — und zeitgleich startet der Münchner Autobauer den Bestellprozess für sein wichtigstes Elektromodell der kommenden Jahre früher als geplant.
Neuer i3 ab sofort bestellbar
Ursprünglich für den Herbst angekündigt, können Kunden den BMW i3 50 xDrive aus der „Neuen Klasse“ bereits jetzt ordern. Die „First Edition“ kostet 75.340 Euro. Das Serienmodell folgt im Herbst 2026 ab 65.300 Euro. Ein Basismodell mit Hinterradantrieb und 235 kW soll später für rund 58.000 Euro erhältlich sein.
Der vorgezogene Bestellstart signalisiert: Produktion und Software-Integration laufen nach Plan. Das ist keine Selbstverständlichkeit — die Branche kämpft seit Jahren mit genau diesen Themen.
Goldman senkt Kursziel, bleibt aber optimistisch
Trotz operativer Fortschritte steht die Aktie massiv unter Druck. Goldman Sachs hat das Kursziel am Donnerstag von 107 Euro auf 84 Euro gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Analyst Christian Frenes argumentiert, die Marktreaktion auf die jüngste Prognosesenkung sei übertrieben.
Sein zentrales Argument: Die Nettoliquidität von BMW liegt derzeit über dem aktuellen Marktwert des Konzerns. Das deutet auf eine erhebliche Unterbewertung hin. JPMorgan sieht die jüngsten Entwicklungen als „Weckruf“ für die Branche, betont aber ebenfalls die fundamentale Substanz des Unternehmens.
Technisch massiv überverkauft
Die Kursdaten sprechen eine klare Sprache. Mit einem RSI von 22,6 gilt die Aktie als stark überverkauft. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei 83,88 Euro beträgt rund 27 Prozent. Seit Jahresanfang hat das Papier über 36 Prozent verloren.
Aktuell notiert BMW bei 60,98 Euro — ein Plus von 1,63 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief vom Vortag ist damit gering: nur rund 3,7 Prozent Puffer nach oben.
Heute ist außerdem der große Verfallstag an den Terminbörsen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für Kursschwankungen im Tagesverlauf. Bislang zeigt BMW im europäischen Automobilsektor relative Stärke — ob sich das bis zum Abend hält, entscheidet auch der Gesamtmarkt.
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