BMW Aktie: Margen im Visier
BMW setzt mit iX3 und i3 auf Premium-Elektromobilität, kämpft aber mit Zöllen und einer schwachen Gewinnmarge. Die Dividende für 2025 wird leicht erhöht.

- Neue Elektro-Modelle iX3 und i3 für Premium-Segment
- Gewinnmarge durch Zölle und China-Markt belastet
- Ausbau des US-Werks Spartanburg als Gegenstrategie
- Leichte Dividenden-Erhöhung für Aktionäre beschlossen
Starke Technik, schwache Marge — das ist BMW im Jahr 2026 in einem Satz. Der neue i3 feierte im März seine Designpremiere, der iX3 rollt bereits zu den Händlern. Gleichzeitig drücken Zölle und der schwächelnde China-Markt die Profitabilität auf ein Niveau, das das Management selbst als unbefriedigend einstuft.
Neue Klasse mit klarer Positionierung
Der iX3 startet ab 68.900 Euro, der i3 folgt im Herbst 2026 mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern. BMW adressiert damit bewusst das Premiumsegment — Volumen ist nicht das Ziel. Die Zahlen aus 2025 illustrieren das deutlich: VW verzeichnete im deutschen E-Auto-Markt mit 102.339 Einheiten fast doppelt so viele Neuzulassungen wie BMW mit 51.878. Wer ein E-Auto unter 40.000 Euro sucht, ist bei BMW schlicht falsch.
Das ist eine strategische Entscheidung, keine Schwäche. Finanzchef Walter Mertl erwartet, dass der iX3 in Europa erstmals Margenparität zu vergleichbaren Verbrennern erreicht — ein Meilenstein, den die Branche bislang kaum geschafft hat.
Zölle kosten, Spartanburg soll entlasten
Die Finanzlage bleibt angespannt. 2025 sank der Vorsteuergewinn um 6,7 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, der Umsatz schrumpfte um 6,3 Prozent auf 133,5 Milliarden Euro. Mertl bezifferte den Zolleffekt auf die Gewinnmarge im Autogeschäft auf 1,5 Prozentpunkte — für 2026 rechnet er mit etwas weniger Gegenwind.
Als strukturelle Antwort baut BMW das Werk in Spartanburg, South Carolina, gezielt aus. Bis 2030 sollen dort mindestens sechs Modelle der Neuen Klasse vom Band laufen, darunter der iX5 ab 2026 und der iX7 ab 2027. Ein neues Batteriewerk in unmittelbarer Nähe soll die Abhängigkeit von Importen aus Deutschland und China reduzieren. Vollständig lösen lässt sich diese Abhängigkeit kurzfristig nicht: Motoren, Getriebe und Batteriezellen kommen weiterhin zu großen Teilen aus Europa und Asien.
Dividende steigt, Marge noch nicht
Für 2026 peilt das Management eine Gewinnmarge im Autogeschäft von vier bis sechs Prozent an — nach 5,3 Prozent im Vorjahr. Das strategische Ziel von acht bis zehn Prozent bleibt vorerst Zukunftsmusik. Trotzdem erhalten Aktionäre für 2025 eine leicht erhöhte Dividende von 4,40 Euro je Stammaktie, über die die Hauptversammlung am 13. Mai 2026 abstimmt. Ob die Neue Klasse die Marge bis dahin spürbar bewegt, ist angesichts des laufenden Hochlaufs noch offen — die Aktie notiert rund 19 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
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