BMW Aktie: Pre-Close-Call am 10. Juli
BMW steht vor entscheidendem Investorengespräch nach Gewinnwarnung und schwachem China-Geschäft.

- Pre-Close Call am 10. Juli
- EBIT-Marge drastisch gesenkt
- China-Auslieferungen brechen ein
- Kurs nahe 52-Wochen-Tief
Die Nervosität bei BMW-Aktionären steigt. Am Freitag, den 10. Juli, stellt sich das Management im Pre-Close Call den Fragen der Investoren. Nach der jüngsten Gewinnwarnung lastet massiver Druck auf dem Termin. Anleger wollen wissen, wie tief die Risse im operativen Geschäft tatsächlich gehen.
Margenschwund im Kerngeschäft
Zuvor hatte der Münchner Autobauer seine Jahresprognose drastisch gekappt. Die EBIT-Marge im Automobilgeschäft soll in diesem Jahr nur noch bei einem bis drei Prozent liegen. Ursprünglich hatte das Management vier bis sechs Prozent angepeilt. Auch der Konzerngewinn vor Steuern wird deutlich unter dem Vorjahresniveau erwartet.
Parallel dazu revidierte BMW den Ausblick für die Fahrzeugauslieferungen. Statt stabiler Volumina geht der Konzern nun von einem leichten Rückgang aus. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen den Konflikt im Nahen Osten und die Schwäche im wichtigsten Einzelmarkt.
Harter Preiskampf in China
Das China-Geschäft bleibt das größte Sorgenkind. Inländische Hersteller gewinnen dort kontinuierlich Marktanteile. Bereits im ersten Quartal brachen die BMW-Auslieferungen in der Volksrepublik um zehn Prozent ein. Der chinesische Gesamtmarkt schrumpfte im gleichen Zeitraum um 17,5 Prozent.
Die Folge: BMW zieht die Zügel an. Der Vorstand erweitert das laufende Kostensenkungsprogramm um zusätzliche Strukturmaßnahmen. Diese Schritte werden das Ergebnis im zweiten Halbjahr einmalig belasten.
Dennoch hält das Unternehmen an seinen zentralen Finanzzielen fest. Der freie Cashflow im Automobilsegment soll im laufenden Jahr die Marke von 2,5 Milliarden Euro übertreffen. Die geplante Ausschüttungsquote bleibt bei 30 bis 40 Prozent des Nettogewinns.
Abwärtstrend bleibt intakt
An der Börse hinterlässt die Gemengelage tiefe Spuren. Am Mittwoch verlor das Papier rund drei Prozent und rutschte auf 59,10 Euro ab. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf gut 38 Prozent.
Das jüngste 52-Wochen-Tief bei 57,06 Euro rückt damit wieder in greifbare Nähe. Auch die Charttechnik zeichnet ein düsteres Bild. Der Kurs notiert weit unter der wichtigen 200-Tage-Linie von 82,23 Euro. Ein RSI-Wert von 33 deutet auf eine technisch überverkaufte Situation hin.
Am 30. Juli legt BMW den vollständigen Halbjahresbericht vor. Bis dahin müssen Investoren auf Impulse aus dem anstehenden Pre-Close Call hoffen. Konkrete Aussagen zur Preisdurchsetzung in China dürften dort über die kurzfristige Kursrichtung entscheiden.
BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 8. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




