BMW Aktie: Rabatt-Schlacht in China
UBS stuft BMW herab und warnt vor hoher Bewertung, während massive Rabatte auf E-Autos in China die Gewinnmargen unter Druck setzen. Der Aktienkurs fällt unter die 90-Euro-Marke.

- UBS senkt Rating von Buy auf Neutral
- Massive Preissenkungen für E-Modelle in China
- Aktienkurs verliert über 6 Prozent seit Jahresbeginn
- Kurs fällt unter wichtigen 50-Tage-Durchschnitt
Der Jahresauftakt für den Münchener Autobauer verläuft holprig. Während Anleger auf Stabilität hofften, zwingt der harte Wettbewerb in Fernost zu drastischen Maßnahmen, die direkt auf die Gewinnmarge zielen. Gleichzeitig entziehen erste Analysten dem Titel das Vertrauen und warnen vor überzogenen Bewertungen.
- Downgrade: UBS stuft auf “Neutral” herab.
- Preiskampf: Bis zu 24 Prozent Rabatt auf E-Modelle in China.
- Negativtrend: Kursrutsch drückt Aktie unter die 90-Euro-Marke.
Bewertung nicht mehr gerechtfertigt?
Die Schweizer Großbank UBS sorgt für zusätzlichen Gegenwind. Die Analysten senkten am Dienstagmorgen ihr Rating von “Buy” auf “Neutral” und korrigierten das Kursziel leicht auf 93,00 Euro. Im Kern kritisieren die Experten die aktuelle Bewertung: Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9 für das Jahr 2026 notiert die BMW Aktie deutlich über dem historischen Durchschnitt von 7. Angesichts steigender Risiken auf der Ergebnisseite erscheint dieser Aufschlag den Analysten nicht mehr plausibel. Als bevorzugten Wert im Sektor nennt die Bank nun Stellantis.
Aggressive Preissenkungen belasten Marge
Noch schwerer als die Analystenstimme wiegt die Entwicklung im operativen Geschäft. Um dem massiven Marktanteilsverlust in China entgegenzuwirken, hat BMW die Richtpreise für 31 Modelle drastisch gesenkt. Besonders betroffen ist das Elektrosegment: Der Preis für den iX1 eDrive25L SUV wurde um 24 Prozent gekappt. Auch im Luxusbereich gibt es Einschnitte; das Flaggschiff i7 M70L wird rund 16 Prozent günstiger angeboten.
Diese Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf die Dominanz heimischer chinesischer Marken, die mittlerweile 65 Prozent des Marktes kontrollieren. Marktbeobachter werten diesen Schritt als notwendige, aber schmerzhafte Abwehrschlacht, die im laufenden Jahr erheblichen Druck auf die Gewinnspannen ausüben dürfte.
Chartbild trübt sich ein
Die fundamentalen Sorgen spiegeln sich deutlich im Kursverlauf wider. Aktuell notiert das Papier bei 89,58 Euro und hat damit seit Jahresbeginn bereits 6,38 Prozent an Wert eingebüßt. Besonders kritisch: Der Kurs ist unter den wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 91,46 Euro gefallen, was technisch orientierte Anleger zur Vorsicht mahnt.
Auch das laufende Aktienrückkaufprogramm konnte den Abwärtstrend bisher nicht stoppen. Zwar kaufte das Management zuletzt 390.000 Aktien zurück, doch der Durchschnittspreis dieser Transaktionen lag über dem aktuellen Kursniveau. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 36,7 deutet zwar noch nicht auf einen extrem überverkauften Zustand hin, signalisiert aber ein schwaches Momentum.
Fazit: Gewinnerwartungen auf dem Prüfstand
Die Kombination aus Bewertungsabschlägen durch Analysten und erzwungenen Preissenkungen im wichtigsten Einzelmarkt China setzt die BMW Aktie in die Zange. Solange der Konzern keine Stabilisierung der Marktanteile in Asien ohne ruinösen Preiskampf nachweisen kann, fehlt kurzfristig die Fantasie für eine nachhaltige Erholung. Anleger blicken nun gespannt auf die kommenden Quartalszahlen, die das wahre Ausmaß der Margenbelastung offenbaren werden.
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