BMW Aktie: Reduce-Votum gegen Kauf-Votum?
BMW senkte die Jahresprognose für die Automobilmarge; zugleich startete die Serienfertigung der neuen 3er-Limousine.

- Kepler Cheuvreux stuft BMW auf Reduce
- Deutsche Bank hält an Buy fest
- BMW erwartet niedrigere Automobilmarge 2026
- Serienfertigung der neuen 3er gestartet
Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für BMW gestern von 58 auf 56 Euro gesenkt und die Aktie auf „Reduce“ eingestuft. Auch Deutsche Bank Research setzte gestern ihr Kursziel herab, hielt aber an ihrer Kaufempfehlung fest.
Unterschiedliche Urteile trotz niedrigerer Ziele
Deutsche Bank Research reduzierte das Kursziel von 71 auf 66 Euro und beließ die Einstufung auf „Buy“. Damit unterscheiden sich die Empfehlungen der beiden Häuser trotz der gemeinsamen Richtung bei den Kurszielen deutlich: Einer Kaufempfehlung steht ein Votum zum Reduzieren gegenüber.
BMW meldete am Mittwoch für das dritte Quartal 2026 ein Konzernergebnis vor Steuern von 2.083 Mio. €. Das entsprach einem Rückgang um 10,6 %. Der Umsatz sank um 5,8 % auf 30.452 Mio. €.
Die EBIT-Marge im Segment Automobile betrug 3,4 %. Zudem senkte BMW am Mittwoch die Prognose für die Automobilmarge im Gesamtjahr 2026 auf -0,5 % bis +0,5 %. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von 1 % bis 3 % erwartet. Bei den Auslieferungen rechnet BMW für das Gesamtjahr mit einem moderaten Rückgang.
S&P Global Ratings senkte gestern die Bewertung von BMW und den bewerteten Tochtergesellschaften von „A/A-1“ auf „A-/A-2“. Der Ausblick blieb negativ. Auch das Rating vorrangiger unbesicherter Anleihen wurde von „A“ auf „A-“ herabgesetzt.
Produktionsstart für die nächste 3er-Generation
Neben den Finanzmeldungen steht ein Modellanlauf: BMW startete am Dienstag im Werk Dingolfing die Serienproduktion der achten Generation der BMW 3er Limousine. Nach Unternehmensangaben ist die Markteinführung schrittweise ab dem ersten Quartal 2027 vorgesehen.
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