BMW Aktie: Rekordjahr mit Dämpfer
BMW meldet drittes US-Rekordjahr in Folge, doch der Absatz von Elektrofahrzeugen ist im Schlussquartal um fast die Hälfte eingebrochen. Der Aktienkurs reagiert bisher kaum.

- Gesamtabsatz in den USA steigt auf Rekordniveau
- Elektro-Verkäufe im vierten Quartal halbieren sich
- Aktie zeigt sich nach Veröffentlichung stabil
- Vollständige Bilanz folgt im März 2026
BMW feiert in den USA das dritte Absatz-Rekordjahr in Folge, doch der Blick auf das Schlussquartal trübt die Stimmung. Während die Gesamtjahreszahlen glänzen, offenbaren die Daten für das vierte Quartal einen massiven Einbruch bei Elektrofahrzeugen. Anleger müssen nun abwägen: Zählt die langfristige Stärke der Marke oder wiegt die aktuelle Nachfrageschwäche bei E-Autos schwerer?
- US-Absatz 2025: Anstieg um 4,7 % auf 388.897 Fahrzeuge (Rekord).
- Q4-Einbruch: Gesamtabsatz sinkt um 3,4 %, Elektro-Verkäufe stürzen um 45,5 % ab.
- Aktueller Kurs: 93,74 € (+0,02 %).
Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen eine deutliche Diskrepanz. Auf Jahressicht konnte der Münchner Automobilkonzern seine Position im wichtigen US-Markt festigen. Doch im Zeitraum von Oktober bis Dezember ging dem Absatzmotor die Puste aus: Die Verkäufe der Kernmarke fielen im Vorjahresvergleich von 117.506 auf 113.512 Einheiten.
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Elektro-Sparte bricht ein
Besonders drastisch trifft es das strategisch wichtige Segment der batteriebetriebenen Fahrzeuge (BEV). Ein Rückgang von 45,5 Prozent im vierten Quartal signalisiert eine Vollbremsung bei der Nachfrage. BMW bestätigt, dass das Interesse an E-Autos im Jahresverlauf spürbar nachgelassen hat. Zwar weichen Kunden teilweise auf Plug-in-Hybride aus, doch auch diese Kategorie konnte sich dem negativen Trend zum Jahresende nicht vollständig entziehen und verzeichnete ein Minus von rund 25 Prozent.
Standortvorteil Spartanburg
Trotz der Absatzdelle besitzt BMW einen strukturellen Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten. Das Werk in Spartanburg, South Carolina, fungiert als natürlicher Hedge gegen protektionistische Maßnahmen. Da ein Großteil der in den USA verkauften Fahrzeuge lokal gefertigt wird, treffen Importzölle den Konzern weniger hart. Dies stabilisiert die Marge, auch wenn die Absatzzahlen schwanken.
Die Aktie reagiert heute kaum auf die Nachrichtenlage und notiert bei 93,74 Euro nahezu unverändert. Der Markt scheint die Schwäche im vierten Quartal bereits eingepreist zu haben, was sich auch im Kursrückgang von 3,12 Prozent über die letzten 30 Tage widerspiegelt.
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Monate, die entscheidend für die strategische Ausrichtung sein werden. Am 11. März 2026 legt BMW die vollständige Jahresbilanz vor. Spätestens dann wird sich zeigen, wie stark der US-Dämpfer auf die Profitabilität durchschlägt, bevor am 13. Mai mit dem Wechsel von Oliver Zipse zu Milan Nedeljković eine neue Ära an der Konzernspitze beginnt.
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