BMW Aktie: Rückenwind aus USA
Die Aufhebung von US-Zöllen auf Autoimporte aus Deutschland entlastet BMWs Kostenbasis. Die DZ Bank erhöht das Kursziel, während Rückkäufe und ein stabiler Premium-Marktanteil die Aktie stützen.

- US-Gericht hebt zehnprozentige Importzölle auf
- Kostenersparnis für mehrere Baureihen und E-Modelle
- DZ Bank erhöht Kursziel auf 102 Euro
- Laufende Aktienrückkäufe im Milliardenvolumen
Ein Urteil aus Washington nimmt BMW in den USA spürbar Kosten vom Tisch. Der Supreme Court hat eine zehnprozentige Zollabgabe auf Autoimporte aus Deutschland aufgehoben – und damit die Kalkulation für mehrere Baureihen verändert. Doch wie groß ist der Effekt wirklich, und reicht das als Kurstreiber?
Zoll-Entscheidung senkt Kosten
Die Entscheidung vom 20. Februar betrifft direkt aus Deutschland importierte Modelle wie 3er, 4er, 5er und 7er sowie die E-Varianten i4 und i7. Branchenrechnungen zeigen die Größenordnung: Bei einem 5er für 50.000 US-Dollar entspräche das rund 5.000 US-Dollar weniger Kosten, beim i7 für 70.000 US-Dollar etwa 7.000 US-Dollar.
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Interessant ist dabei: Auch die in den USA gebauten SUV-Modelle X3, X5 und X7 aus Spartanburg profitieren indirekt. Zulieferteile aus Deutschland können nun zollfrei in die Vereinigten Staaten eingeführt werden. Das kann die Kostenbasis in der Lieferkette entspannen – ohne dass dafür die Produktion verlagert werden müsste.
Premium-Führung – China bleibt Bremse
Parallel zum Urteil kamen neue globale Absatzzahlen von Inovev. Demnach blieb BMW 2025 mit 2,17 Millionen verkauften Fahrzeugen die weltweit absatzstärkste Premiummarke. Allerdings ist das Bild nicht überall gleich: Global lag der Absatz 1,4% unter Vorjahr, in China fiel das Minus mit 14,2% auf 536.163 Einheiten deutlich stärker aus.
Unterm Strich liefert das zwei Botschaften: Die Premium-Position hält, aber der chinesische Markt bleibt ein klarer Gegenwindfaktor.
Kursziel, Rückkäufe und der Blick auf den Kurs
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte die DZ Bank: Sie hob das Kursziel von 100 auf 102 Euro an und bestätigte „Kaufen“. Als Begründung nennt Analyst Michael Punzet den technologieoffenen Ansatz bei der Elektromobilität. Der Hochlauf der „Neuen Klasse“ soll zusammen mit sinkenden Investitionskosten die EBIT-Marge schrittweise in den Zielkorridor von 8 bis 10% bringen. Zudem sieht die DZ Bank BMW bei internationalen Zollunsicherheiten robuster aufgestellt als andere deutsche Autobauer.
Flankiert wird das durch laufende Rückkäufe: Seit 2022 wurden eigene Aktien im Volumen von 4 Milliarden Euro erworben. Ein weiteres Programm über 2 Milliarden Euro läuft bis April 2027, davon sind bereits 900 Millionen Euro umgesetzt.
Am Freitag schloss die Aktie bei 90,48 Euro und liegt damit rund 6,84% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 97,12 Euro. Gleichzeitig notiert der Kurs über dem 200‑Tage‑Durchschnitt (85,86 Euro) – ein Zeichen dafür, dass der übergeordnete Trend zuletzt stabiler wirkte, auch wenn die Aktie seit Jahresanfang mit -5,67% noch im Minus steht.
Unterm Strich setzt das US-Urteil einen konkreten Kostenhebel frei, während Kurszielanhebung und Rückkäufe die Story am Kapitalmarkt stützen. Der nächste Gradmesser bleibt, wie stark BMW den Zollvorteil in den USA tatsächlich in Marge und Nachfrage übersetzen kann – gerade vor dem Hintergrund des schwachen China-Geschäfts 2025.
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