BMW Aktie: Trotz US-Rekord unter Druck

BMW erzielt Rekordabsatz in den USA und führt im Elektroauto-Rennen, doch einbrechende E-Verkäufe im Schlussquartal und Druck aus China belasten die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Deutsche Bank senkt Kursziel trotz Kaufempfehlung
  • E-Auto-Verkäufe brachen im vierten Quartal massiv ein
  • BMW verteidigt US-Marktführerschaft gegen Lexus und Mercedes
  • Schwierige Wettbewerbssituation im chinesischen Markt

BMW verteidigt erfolgreich die Marktführerschaft in den USA und hängt den Erzrivalen Mercedes-Benz bei den Elektroautos weit ab. Dennoch honorieren Anleger diese operativen Erfolge derzeit nicht. Während die Jahresbilanz glänzt, sorgen Warnsignale aus China und eine spürbare Abkühlung der E-Mobilität im vierten Quartal für wachsende Skepsis am Markt.

Die aktuelle Lage im Überblick:
* Analystenvotum: Deutsche Bank senkt Kursziel auf 103 Euro.
* US-Erfolg: Absatzrekord und Sieg über Lexus und Mercedes.
* Warnsignal: E-Auto-Verkäufe brachen im Q4 massiv ein.
* Kursentwicklung: Minus 7,15 % seit Jahresanfang.

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Deutsche Bank senkt Daumen leicht

Trotz solider operativer Kennzahlen hat die Deutsche Bank ihre Erwartungen gedämpft. Analyst Tim Rokossa bestätigte zwar am 16. Januar 2026 die generelle Kaufempfehlung, korrigierte das Kursziel jedoch von 105 auf 103 Euro nach unten. Die Anpassung reflektiert die kurzfristigen Risiken, die schwerer wiegen als das langfristige Potenzial.

Der Markt reagierte entsprechend verhalten. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 88,84 Euro, was einem Tagesverlust von 0,94 Prozent entspricht. Auch das technische Bild trübt sich ein: Der Kurs notiert inzwischen fast 3 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 91,50 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 3,85 Prozent, was die aktuelle Unsicherheit der Investoren unterstreicht.

Operative Stärke trifft auf Nachfrageschwäche

Die Diskrepanz zwischen den Jahreszahlen und der aktuellen Kursentwicklung ist bemerkenswert. In den USA sicherte sich BMW mit fast 389.000 ausgelieferten Fahrzeugen (+4,7 %) zum dritten Mal in Folge den Titel der meistverkauften Luxusmarke und verwies Lexus auf die Plätze.

Noch deutlicher fällt der Sieg im Elektro-Duell gegen Stuttgart aus. Während Mercedes-Benz bei den vollelektrischen Modellen einen Rückgang von 9 Prozent hinnehmen musste, steigerte BMW den Absatz auf über 442.000 Einheiten (+3,6 %). Damit verkaufen die Münchener aktuell 2,5-mal so viele Stromer wie der Konkurrent mit dem Stern.

Doch diese Zahlen verdecken ein akutes Problem: Die Dynamik ist im vierten Quartal 2025 abrupt abgerissen. In den USA brachen die Verkäufe von Elektrofahrzeugen zuletzt um besorgniserregende 45,5 Prozent ein. Auch global ging der Absatz in diesem Segment im Schlussquartal um über 10 Prozent zurück. Diese Bremsspuren werfen Fragen zur Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf.

Gegenwind aus China belastet

Neben der E-Mobilitäts-Schwäche drückt vor allem die Situation in China auf die Stimmung. Die dortigen Regulierungsbehörden drohen Herstellern mit Strafen bei aggressiven Preiskriegen – ein Instrument, das BMW zuletzt nutzte, um Marktanteile zu sichern. Die Verkäufe der Gruppe im wichtigsten Automarkt der Welt fielen zuletzt zweistellig.

Besonders im Bereich der “New Energy Vehicles” (NEV) verliert BMW in China den Anschluss. Während der Markt bereits eine NEV-Quote von über 53 Prozent aufweist, kommt BMW lediglich auf 11,5 Prozent. Heimische Konkurrenten wie AITO setzen die deutschen Premiumhersteller zunehmend unter Druck.

Fazit

Die BMW-Aktie handelt derzeit im Spannungsfeld zwischen günstiger Bewertung und operativen Risiken. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 8 deutet zwar auf eine Unterbewertung hin, doch der Markt fordert Beweise für eine Trendwende. Für eine nachhaltige Kurserholung müssen die Münchener zeigen, dass der Einbruch bei den E-Auto-Verkäufen im vierten Quartal ein Ausrutscher war und sie eine Antwort auf die verschärfte Konkurrenzsituation in China finden.

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