BMW Aktie: V2G-Start

BMW und E.ON bieten erstmals ein kommerzielles Vehicle-to-Grid-Paket an. Kunden können mit ihren E-Autos Strom ins Netz einspeisen und dafür finanzielle Anreize erhalten.

Die Kernpunkte:
  • Start eines kommerziellen V2G-Angebots mit E.ON
  • Zeitbonus von bis zu 720 Euro jährlich möglich
  • Zielgruppe sind zunächst Privatkunden in Deutschland
  • Fokus auf kommende Modelle der 'Neuen Klasse'

BMW macht den nächsten Schritt Richtung Energiewirtschaft. Zusammen mit E.ON startet der Konzern in Deutschland ein kommerzielles Angebot für bidirektionales Laden – also Strom nicht nur ins Auto, sondern bei Bedarf auch wieder zurück ins Netz. Damit will BMW Elektromobilität stärker mit dem Strommarkt verzahnen.

Der Kernpunkt: Aus dem E-Auto wird ein kleiner, steuerbarer Stromspeicher. Und genau darin liegt der strategische Reiz – sowohl fürs Netz als auch für teilnehmende Kunden.

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Vehicle-to-Grid: So ist das Paket gestrickt

Das Angebot (Vehicle-to-Grid, kurz V2G) ist als Gesamtpaket gedacht und kombiniert Hardware, Tarif und Messinfrastruktur.

Wichtige Bausteine im Überblick:

  • Bidirektionale Wallbox (speziell für V2G ausgelegt)
  • Passender Stromtarif von E.ON
  • Optional: Installation eines intelligenten Messsystems, falls erforderlich
  • Zielgruppe zum Start: Privatkunden in Deutschland, zunächst mit kommenden Modellen der „Neuen Klasse“ – beginnend mit dem BMW iX3

Die „Neue Klasse“-Modelle sollen technisch so ausgelegt sein, dass sie Energie nicht nur laden, sondern kontrolliert wieder abgeben können. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Auto im Alltag als flexibler Speicher genutzt werden kann.

Geld-Vorteile: Bonus und Vergütung

BMW und E.ON setzen auch finanzielle Anreize, damit Kunden tatsächlich mitmachen. Entscheidend ist dabei nicht nur die eingespeiste Strommenge, sondern schon die Verfügbarkeit des Fahrzeugs am System.

Konkret nennt BMW:

  • Zeitbasierter Bonus von bis zu 720 Euro pro Jahr, wenn das Fahrzeug an die Wallbox angeschlossen ist und V2G aktiviert wurde
  • Zusätzliche Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde
  • Extra-Rabatt auf die Wallbox für die ersten 100 Privatkunden, die sich für den Tarif entscheiden

Warum das strategisch wichtig ist

Für BMW ist das mehr als ein Technik-Feature. Mit V2G werden Fahrzeuge zu einem aktiven Teil der Energiewende: Sie können Strom zwischenspeichern und bei hoher Nachfrage oder niedriger Einspeisung aus erneuerbaren Quellen helfen, das Netz zu stabilisieren. Der Konzern verknüpft damit Elektromobilität und Energiemarkt enger – und eröffnet zugleich neue Erlösmöglichkeiten auf Kundenseite.

An der Börse passt das in ein Bild, das eher von Stabilisierung als von Euphorie geprägt ist: Mit 88,88 Euro liegt die Aktie zwar über dem 200-Tage-Durchschnitt (85,38 Euro), aber noch unter dem 50-Tage-Durchschnitt (91,13 Euro) – ein Hinweis darauf, dass der kurzfristige Schwung zuletzt begrenzt war.

Im Blick steht damit vor allem, wie schnell das Angebot in der Praxis skaliert: Bestellbar ist es ab sofort, der Start ist aber zunächst klar auf die kommenden „Neue Klasse“-Fahrzeuge (ab iX3) zugeschnitten.

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