BMW Aktie: Vorsicht bleibt Trumpf

BMW meldet Gewinnrückgang für 2025, erhöht aber die Dividende. Der vorsichtige Ausblick für 2026 und Margendruck durch Zölle sorgen für Zurückhaltung an der Börse.

Die Kernpunkte:
  • Operatives Ergebnis 2025 um 11,5 Prozent gesunken
  • Dividende auf 4,40 Euro je Stammaktie erhöht
  • Vorsichtige Ebit-Margenprognose für 2026
  • Zölle belasten operative Rendite weiterhin

Zahlen im Rahmen, Dividende erhöht – und trotzdem zeigen sich Anleger heute wenig begeistert. Die BMW-Aktie verliert rund 1,2 Prozent auf knapp 80 Euro, womit sich der Kursrückgang im bisherigen Jahresverlauf auf etwa 14 Prozent summiert. Der Markt quittiert den vorsichtigen Ausblick für 2026 mit Zurückhaltung.

Solide Zahlen, aber das Umfeld bleibt rau

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 lief für BMW im Vergleich zur deutschen Autobranche noch vergleichsweise ordentlich. Das operative Ergebnis (Ebit) sank um rund 11,5 Prozent auf 10,19 Milliarden Euro, der Konzerngewinn gab um drei Prozent auf 7,45 Milliarden Euro nach, und der Umsatz schrumpfte um gut sechs Prozent auf 133,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Mercedes und Volkswagen haben ihre Gewinne 2025 jeweils nahezu halbiert – da wirken die Münchner Rückgänge fast moderat.

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Dennoch drücken Gegenwind aus China und der Zollkonflikt auf die Margen. Die operative Rendite in der Automobilsparte landete bei 5,3 Prozent, ein Rückgang um einen Prozentpunkt. Im vierten Quartal fiel das Ergebnis sogar etwas schwächer aus als von Analysten erwartet. Goldman Sachs sprach von einer enttäuschenden Autosparte, lobte aber die Ausschüttungspolitik.

Dividende erhöht, Free Cashflow unter Druck

Trotz des Gewinnrückgangs stockt BMW die Dividende auf 4,40 Euro je Stammaktie auf – zehn Cent mehr als im Vorjahr. Zudem hat der Vorstand ein drittes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro genehmigt, das bis Ende April 2027 abgeschlossen sein soll.

Weniger erfreulich entwickelte sich der freie Mittelzufluss in der Automobilsparte: Er brach 2025 von 4,9 Milliarden auf 3,2 Milliarden Euro ein. Für 2026 peilt das Management wieder einen Wert von über 4,5 Milliarden Euro an – Jefferies-Analyst Philippe Houchois betrachtete diese Perspektive allerdings als etwas schwach.

Ausblick: Zölle kosten weiter Marge

Für 2026 erwartet BMW eine Ebit-Marge in der Automobilsparte zwischen vier und sechs Prozent. Zusätzlichen Druck durch Zölle veranschlagt das Unternehmen mit rund 1,25 Prozentpunkten – im Vorjahr waren es noch 1,5 Prozentpunkte. Der Vorsteuergewinn dürfte moderat zurückgehen, auch Währungseffekte und gestiegene Rohstoffkosten spielen dabei eine Rolle.

Finanzchef Walter Mertl zeigt sich jedoch optimistisch, dass sich die Zolllage im zweiten Halbjahr 2026 etwas entspannt. Er rechnet damit, dass die EU-Einfuhrzölle auf US-Fahrzeuge planmäßig entfallen und auch im nordamerikanischen Handel zwischen den USA, Mexiko und Kanada Erleichterungen greifen.

Strukturell profitiert BMW davon, dass sein großes US-Werk in South Carolina einen beachtlichen Teil des nordamerikanischen Bedarfs abdeckt. Rund 413.000 Fahrzeuge wurden dort 2025 produziert, mehr als die Hälfte davon blieb im Inland. Zudem erlaubt die flexible Fertigung – ein Band, drei Antriebsarten – eine deutlich bessere Anpassung an die nach wie vor unsichere Elektromobilitätsnachfrage als bei der Konkurrenz.

Zum 14. Mai übergibt CEO Oliver Zipse das Steuer an seinen Nachfolger Milan Nedeljkovic. Dessen größte Aufgabe liegt bereits auf dem Tisch: Der neue iX3 der „Neuen Klasse“ steht seit wenigen Tagen bei den Händlern – mit starker Nachfrage und bereits einer zusätzlichen Produktionsschicht ab Januar 2026.

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