BMW Aktie: Wende im Zollstreit
BMW steht kurz vor einer Einigung mit der EU über Mindestpreise für seine in China produzierten Elektro-Minis, um drohende Sonderzölle zu vermeiden und die Margen zu sichern.

- Verhandlungen über verbindliche Mindestpreisregelung
- Ziel ist Befreiung von 20,7 Prozent Sonderzoll
- Neue China-Führung ab April 2026 geplant
- Kooperation mit CATL für grünere Lieferkette
Der bayerische Autobauer arbeitet intensiv an einer Lösung für seine in China produzierten Mini-Stromer. Um die drohenden EU-Strafzölle zu umgehen, stehen Verhandlungen über eine Mindestpreisregelung kurz vor dem Abschluss. Gelingt der Deal, könnte BMW die Margen seiner elektrischen Einstiegsmodelle sichern und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa erhalten.
Der Plan gegen die Abgabenlast
Im Fokus stehen die elektrischen Modelle Mini Cooper und Mini Aceman, die vom Joint Venture Spotlight Automotive im chinesischen Zhangjiagang gefertigt werden. Aktuell fallen bei der Einfuhr in die EU neben dem regulären Basiszoll von 10 Prozent zusätzliche Sonderzölle in Höhe von 20,7 Prozent an. Diese Belastung drückt massiv auf die Marge der Fahrzeuge im preissensiblen Kleinwagensegment.
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BMW verhandelt nun mit der EU-Kommission über ein verbindliches „Price Undertaking“. Dabei würde sich der Konzern verpflichten, die Fahrzeuge nicht unter einem bestimmten Mindestpreis in die EU einzuführen. Im Gegenzug entfiele der Sonderzoll. Voraussetzung für diesen Schritt sind strikte Lieferquoten und umfangreiche Berichtspflichten gegenüber Brüssel. Eine Einigung wäre ein wichtiger operativer Erfolg, um die Profitabilität der Elektrosparte zu stützen.
Strategische Offensive in Peking
Parallel zur Arbeit an den regulatorischen Rahmenbedingungen treibt Konzernchef Oliver Zipse die Vernetzung vor Ort voran. Als Teil der Wirtschaftsdelegation von Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichnete das BMW-Management in Peking eine neue Absichtserklärung mit dem Batterieriesen CATL. Kern der Vereinbarung ist die systematische Senkung von CO2-Emissionen entlang der gesamten Lieferkette für Antriebsbatterien.
Auch personell stellt sich der Konzern neu auf, um im volumenstärksten Einzelmarkt China wieder anzugreifen. Zum 1. April 2026 übernimmt Christian Ach, der bisherige Leiter des Deutschland-Geschäfts, die Verantwortung als CEO der Region China. Seine Aufgabe wird es sein, das lokale Händlernetzwerk neu zu strukturieren und dem verschärften Wettbewerb durch chinesische Hersteller zu begegnen.
Charttechnische Lage
An der Börse wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Die Aktie notiert aktuell bei 89,00 Euro und zeigt sich damit stabil, wenngleich das Papier seit Jahresanfang noch ein Minus von rund 7 Prozent aufweist. Mit dem aktuellen Kursniveau kämpft der Titel um den Anschluss an den 50-Tage-Durchschnitt, der bei 89,79 Euro verläuft. Eine erfolgreiche Beilegung des Zollstreits könnte hier den nötigen Impuls liefern.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung ist nun die finale Unterschrift unter das Abkommen mit der EU-Kommission. Sollte die Zollbefreiung wie geplant greifen und die neue Führung in China ab April erste Akzente setzen, dürften sich die Margenaussichten für das laufende Geschäftsjahr spürbar aufhellen.
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