BMW Aktie: Zwei Millionen E-Fahrzeuge ausgeliefert
BMW meldet zwei Millionen ausgelieferte Elektrofahrzeuge und startet den i3-Bau in München, während Rückkäufe und Kursplus anhalten.

- Zwei Millionen Elektroautos ausgeliefert
- Neuer i3 läuft in München
- 608.831 Aktien im August zurückgekauft
- Analysten bewerten BMW unterschiedlich
BMW hat nach eigenen Angaben im August die Schwelle von zwei Millionen ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeugen überschritten. Reuters berichtete, dass es sich bei dem Jubiläumsfahrzeug um einen im Werk Dingolfing gefertigten i5 handelte, der an einen Kunden in Spanien übergeben wurde. Parallel dazu meldete BMW den Start der Serienproduktion des neuen i3 im Werk München.
Der Meilenstein fällt in eine Phase, in der der Konzern seine Modelloffensive im Elektrosegment sichtbar vorantreibt. Mit dem i3 aus München erweitert BMW seine Elektro-Palette um ein weiteres Volumenmodell, während die Zwei-Millionen-Marke beim i5 aus Dingolfing zeigt, wie tief die Elektromobilität inzwischen in der Produktion verankert ist. Für Anleger ist das ein Signal, dass die milliardenschweren Investitionen der vergangenen Jahre operativ Früchte tragen.
Rückkaufprogramm läuft unvermindert weiter
Neben der operativen Nachricht setzt BMW sein Aktienrückkaufprogramm 2025/2027 fort. In der Woche vom 17. bis 23. August erwarb der Konzern 608.831 eigene Stammaktien, in der Vorwoche waren es 524.931 Stück. Die kontinuierlichen Rückkäufe stützen die Aktie strukturell und signalisieren, dass das Management trotz der schwierigen Marktlage von der langfristigen Bewertung überzeugt ist.
Analysten uneins über weiteren Kursverlauf
Die jüngste Analystenreaktion fällt gemischt aus. Bernstein Research bestätigte am Freitag die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 82 Euro. Die DZ Bank senkte hingegen ihren fairen Wert am Donnerstag auf 60 Euro und beließ die Einstufung bei „Halten“.
Die Spanne zwischen den beiden jüngsten Einschätzungen verdeutlicht, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die Elektro-Erfolge einerseits und die operativen Herausforderungen andererseits gewichtet werden.
Aktie bleibt unter Druck, zeigt aber Erholungstendenzen
Am Freitag legte die BMW-Aktie um 5,0 Prozent auf 62,70 Euro zu. Auf Sicht von sieben Handelstagen summiert sich das Plus auf 6,4 Prozent. Seit Jahresbeginn steht die Aktie aber weiterhin mit 33 Prozent im Minus – die jüngste Erholung reicht bislang nicht aus, um den deutlichen Kursverlust der vergangenen Monate auszugleichen.
Die Kombination aus operativem Fortschritt bei der Elektromobilität, fortlaufenden Aktienrückkäufen und einer gespaltenen Analystenmeinung zeichnet ein Bild eines Konzerns im Umbruch.
Die Zwei-Millionen-Marke bei den Elektroautos ist ein handfester operativer Erfolg, der jedoch allein nicht ausreicht, um die grundsätzliche Skepsis mancher Marktbeobachter zu zerstreuen. Ob sich daraus eine nachhaltige Trendwende an der Börse ergibt, dürfte sich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn weitere Absatzzahlen und Analystenreaktionen vorliegen.
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