BMW Aktie: Zwischen Chartschwäche und Heilung
BMW plant mehrere schwierige Jahre; trotz erster Fortschritte bleibt der Aktienchart angeschlagen und eine Erholung ungewiss.

- Neue Profitabilitätsziele und Umbau vorgestellt
- China-Geschäft und Zölle belasten BMW
- Aktie markierte zuletzt ein neues Jahrestief
- 68,42 Euro gelten als wichtige Chartmarke
Fundamental gibt es erste Lichtblicke, der Chart sieht dagegen weiter düster aus. Nach dem Capital Markets Day ringt BMW um Vertrauen: Der Konzern stellt sich auf mehrere schwierige Jahre ein, die Börse reagiert auf die neuen Pläne jedoch vergleichsweise wohlwollend.
Sparkurs und niedrige Margen
BMW hat neue Profitabilitätsziele vorgelegt und setzt auf eine tiefgreifende Restrukturierung. Belastet wird der Autobauer vor allem durch das China-Geschäft und durch Zölle. Kostensenkungen und die Neue Klasse sollen Entlastung bringen.
Die Margen bleiben dabei nach Unternehmensplanung zunächst niedrig und unter Druck, bis 2030 ist von keiner schnellen Erholung die Rede. Vorsichtige Prognosen also, die der Markt offenbar schon weitgehend eingepreist hatte.
Bernstein Research sieht nach den jüngsten Aussagen den „Beginn eines Heilungsprozesses“. Das ist ein vorsichtig positives Urteil, keine Kehrtwende. Erste Fortschritte erkennt der Analyst, der Weg bleibt aber lang.
Chart bleibt bärisch
Technisch zeichnet sich ein anderes Bild. Die Aktie notiert im Wochen- und im Tageschart unter ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten. Zuletzt markierte sie ein neues Jahrestief.
Erholungen wie Anfang September nutzten Marktteilnehmer konsequent für Gewinnmitnahmen. Auch der Versuch, sich im Wochenchart wieder an die 20-Wochen-Linie zu schieben, scheiterte: Dort wurde der Kurs erneut abgewiesen. Seit dem Kurssprung nach unten Mitte Juni hat sich kein tragfähiger Boden gebildet.
Die Bewertung liefert ein Gegengewicht. Mit einem KGV unter 10 und attraktiven Dividendenrenditen wirkt der Titel optisch günstig. Ein dringendes Kaufsignal ergibt sich daraus nach Einschätzung technisch orientierter Beobachter aber nicht, solange der Gegenwind aus der Elektro-Transformation und von chinesischen Wettbewerbern anhält.
Marken im Blick
Als Schlüsselmarke gilt das Gap bei 68,42 Euro. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das Chartbild neutralisieren. Im Wochenchart müsste der Kurs zudem per Wochenschluss über die 20-Wochen-Linie klettern, sonst bleibt das Risiko neuer Tiefs bestehen.
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