BMW schaltet auf Angriff.

Nachdem der Autohersteller BMW im vergangenen Jahr seine Spitzenposition in der Oberklasse an Daimler verloren hatte, schaltet das Unternehmen aus München nun auf Angriff um.

© BMW

"Wir starten die größte Modelloffensive unserer Geschichte," sagte Chef Harald Krüger. BMW will seine Modellpalette verjüngen und so die Konkurrenz wieder angreifen. Mit den neuen Modellen der Kernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce soll ebenfalls die Profitabilität weiter hoch gehalten werden, denn das Unternehmen hat das siebte Jahr in Folge seine Kennzahlen gesteigert. Die Erlöse stiegen um 2,2 % auf 94,16 Mrd. Euro und der Gewinn vor Steuern kletterte mit 4,8 % auf 9,67 Mrd. Euro. Nach Steuern und Anteilen Dritter blieben unterm Strich sogar 6,86 Mrd. Euro übrig.

 

Viele neue Modelle bei BMW

"Wir werden 2017 und 2018 insgesamt 40 neue und überarbeitete Modelle unserer drei Premium-Marken auf den Markt bringen." Einen Schwerpunkt wollen die Münchener auf das obere Premium-Segment legen, zu dem neben dem 7er künftig auch der SUV X7 zählt. Bis 2020 soll der Absatz hier "deutlich steigen", kündigte Krüger an.
Einen weiteren Schub verspricht sich der Autokonzern von Zuwächsen in allen wichtigen Weltregionen. Auf dem europäischen Automarkt rechnet BMW mit einem  leichten Wachstum. In China soll sich die positive Entwicklung fortsetzen. Auf dem amerikanischen Markt, in dem die Marke im vergangenen Jahr einbrach, soll sich der Markt "leicht beleben".

Elektro-Auto auf dem Vormarsch

Auch die Nachfrage nach Elektro-Autos sei deutlich angestiegen, denn allein im Januar und Februar sei laut Unternehmensangaben der Verkauf weltweit um mehr als das Doppelte gestiegen erklärte Krüger: "Der i3 liegt im Februar 55 % über Vorjahr."  Allerdings lag der Anteil am gesamten Absatz hier auch nur bei rund 2,6 %. Bis 2025 will BMW diesen auf 15 bis 25 % steigern, denn der Chef betonte weiterhin: "Die Nachfrage nach E-Mobilität nimmt im nächsten Jahrzehnt deutlich zu." Mit Toyota arbeitet BMW an einer Brennstoffzelle, mit der bis 2021 eine Kleinserie geplant ist.

Dank der ambitionierten Ziele für die Zukunft und die Vielzahl neuer Modelle wird die Investitionsquote in 2017 natürlich steigen. Auch bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung will der Autobauer noch eine Schüppe drauflegen. Die Quote soll dieses und kommendes Jahr bei  5 bis 5,5 % liegen. Für 2017 kündigte der Chef leichte Zuwächse bei den Auslieferungen, Umsatz und beim Konzernergebnis vor Steuern an. Die operative Marge im Autogeschäft, die in den vergangenen Jahren stetig sank, soll dabei weiter im Zielkorridor von 8 bis 10 % liegen.

Dividende erneut erhöht

Dank des guten Jahresergebnisses soll natürlich auch die Ausschüttung für die Anteilseigener erneut angehoben werden: Je Vorzugsaktie verdienen die Aktionäre 3,52 nach 3,22 Euro und je Stammaktie 3,50 nach 3,20 Euro.

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