Boeing Aktie: Manila bestellt Dreamliner

Philippine Airlines ordert 15 Boeing 787-10 auf der Farnborough Airshow. Der Deal unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach Langstreckenjets aus Asien.

Die Kernpunkte:
  • 15 Boeing 787-10 fest bestellt
  • Kaufrechte für fünf weitere Jets
  • Auslieferung ab 2031 geplant
  • GEnx-Triebwerke von GE Aerospace

Philippine Airlines hat sich auf der Farnborough Airshow für den Boeing 787 entschieden. Die philippinische Fluggesellschaft bestellt 15 Maschinen des Typs 787-10 fest, dazu kommen Kaufrechte für fünf weitere Jets. Nimmt die Airline alle 20 Optionen wahr, hat der Deal nach Schätzungen der Luftfahrt-Beratungsgesellschaft IBA Group ein Volumen von rund 3,4 Milliarden Dollar.

Die Maschinen werden mit GEnx-1-Triebwerken von GE Aerospace ausgestattet. Die ersten Auslieferungen sind für 2031 vorgesehen — ein Zeithorizont, der zeigt, wie weit die Produktionspläne bei Boeing inzwischen in die Zukunft reichen. Der 787-10 ist die größte Variante der Dreamliner-Familie und schafft laut Boeing bis zu 300 bis 375 Passagiere über eine Distanz von 13.890 Kilometern.

Flottenmodernisierung mit Effizienzargument

Für Philippine Airlines ergänzt der Dreamliner die bestehende Flotte von zehn Boeing-777-Jets und soll die Flexibilität auf Mittel- und Langstrecken erhöhen. Boeing verweist auf die Kraftstoffeffizienz der Baureihe: Das Verbundwerkstoff-Design der 787 soll gegenüber älteren Modellen, die sie typischerweise ersetzt, ein Viertel weniger Treibstoff verbrauchen. Für Fluggesellschaften mit wachsendem Passagieraufkommen ist das ein zentrales Argument bei der Flottenplanung.

Der Auftrag reiht sich in eine Serie von Bestellungen ein, die Boeing rund um die Farnborough Airshow verzeichnet. Parallel zur kommerziellen Nachfrage zeigte der Flugzeugbauer auf der Messe auch technologisches Profil: Zusammen mit GE Aerospace, der NASA und BETA Technologies war Boeing an einem Hybrid-Elektro-Testflug beteiligt, der eine Flughöhe von über 30.000 Fuß erreichte — die Flughöhe kommerzieller Passagierjets. Boeing-Tochter Aurora Flight Sciences lieferte dafür die komplette Triebwerksverkleidung.

Der Testflug selbst bringt keine kurzfristige Kursrelevanz, unterstreicht aber die technologische Positionierung von Boeing im Bereich effizienterer Antriebssysteme für künftige Flugzeuggenerationen. Für das Tagesgeschäft bleibt der Philippine-Airlines-Auftrag der greifbarere Faktor: Er füllt das Orderbuch der 787-Reihe weiter auf und bestätigt die Nachfrage nach Langstrecken-Widebodies aus dem asiatisch-pazifischen Raum.

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