Börsen-Wissen: Limit-Order ist häufig sinnvoll

Nicht nur die Auswahl der Aktien ist wichtig für Privatanleger, auch der Einstiegszeitpunkt kann eine bedeutende Rolle spielen, wenn es um eine gute Gesamtrendite geht. Die Limit-Order ist eine Möglichkeit für Anleger sich abzusichern und zu möglichst günstigen Preisen zu kaufen. Denn im schlechtesten Fall kommt der Handel dann einfach nicht zustande.

 

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Das Prinzip einer Limit-Kauf-Order ist simpel: Als Anleger legt man eine Grenze fest, zu der das Papier gekauft werden soll. Solange der Aktienkurs über dieser Grenze liegt, wird die Kauforder nicht ausgeführt. Erst wenn die Linie unterschritten ist, kommt der Handel zustande.

Ein Beispiel: Der Kurs einer Aktie eines Unternehmens liegt bei 40 Euro. Der Anleger rechnet jedoch damit, dass der Kurs in den nächsten Tagen/Wochen kurzfristig fallen wird. Um von diesem kurzfristigen Kursrückgang zu profitieren, kauft er den Titel nicht sofort sondern setzt eine Limit-Order ein – zum Beispiel bei 37 Euro.

Wenn der Kurs dann unter die 37-Euro-Marke fällt, wird das Papier automatisch gekauft. Sollte die Marke nicht unterschritten werden, wird die Order automatisch nach einer bestimmten Zeit gelöscht. Wie lange die Limit-Order aufrecht erhalten bleiben soll, können sich Anleger in der Regel aussuchen und bei der Eingabe festlegen.

 

Limit-Order ist auch gut für die Nerven

Eine Grenze für den Kaufbetrag von Aktien festzulegen ist nicht nur aus ökonomischer Sicht oft sinnvoll, sondern kann auch dafür sorgen, dass Emotionen und Kurzschlusshandlungen vermieden werden. Denn mit einer Limit-Order legt man sich bereits im Vorfeld bei einer wichtigen Entscheidung fest: Was ist der maximale Betrag, den man für ein Wertpapier zahlen möchte?

Aus psychologischer Sicht sind Limits bei Verkaufsentscheidungen noch wichtiger, aber auch beim Kauf können sie wertvoll sein. Nicht selten kaufen Anleger aus wenig rationalen Beweggründen heraus Titel, obwohl sie noch oder schon wieder zu teuer sind.

 

Limit-Oder ist kein Wundermittel, aber ein hilfreiches Instrument

Die Limit-Order beim Aktienkauf ist kein Wundermittel. Sie wirkt sich nur in seltenen Fällen stark auf die Gesamtrendite aus. Auch ist es manchmal ärgerlich, wenn die Order aufgrund des „falsch“ gesetzten Limits gar nicht zustande kommt und der Kurs des Titels im Anschluss stetig nach oben klettert.

Dennoch ist die Limit-Order beim Aktienkauf ein nützliches Instrument für Anleger. Mit ihr lassen sich störende Emotionen und Nervosität unterbinden sowie im besten Fall das Papier zu einem günstigen Kurs kaufen. Auch die Zeitersparnis für Privatanleger ist nicht zu unterschätzen, da der Kursverlauf nicht mehr ständig unter Beobachtung stehen muss.

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