Börsen-Wissen: So minimieren Sie das Risiko beim Aktienkauf

Besonders in Deutschland ist die Scheu vor Aktien groß, viele konservative Sparer fürchten das Risiko eines Aktienkaufs. Gerade in Niedrigzinsphasen gibt es jedoch wenig Alternativen zu Aktien und Co, wenn man sein Geld sinnvoll anlegen und vermehren möchte.

 

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Um die Risiken dabei so klein wie möglich zu halten, sollten Privatanleger einige Dinge beachten. Die Diversifikation des Portfolios und möglichst emotionsloses Handeln gehören dazu.

 

Die Grundlagen: Streuung ist wichtig

Grundsätzlich besteht natürlich die Möglichkeit, dass ein Aktienkauf verlustreich verläuft. Aber Privatanleger, die einen langfristigen Anlagehorizont haben, müssen dieses Risiko etwas weniger fürchten. In der Vergangenheit hat beispielsweise der DAX auf lange Sicht eine ordentliche jährliche Rendite abgeworfen.

Dabei können sich einzelne Unternehmen gewiss schlechter entwickeln als der Gesamtmarkt, weshalb Anleger ihr Investment stets auf mehrere Aktiengesellschaften streuen sollten. Hält man zum Beispiel Aktien von zehn verschiedenen Konzernen, wird der Kursverlust eines Titels in der Regel leicht aufgefangen.

Auch bezüglich der Branchen ist eine Diversifikation wichtig, da diese sich unterschiedlich entwickeln können. Durch eine breite Streuung im Portfolio können einzelne Krisen leichter überwunden werden.

 

Emotionen sollten beim Aktienkauf keine Rolle spielen

Um die Risiken beim Aktienkauf zu minimieren, sollten sich Anleger im Vorfeld klare individuelle Regeln überlegen nach denen sie handeln. Emotionale Kurzschluss-Handlungen führen bei Aktiengeschäften in aller Regel nicht zu guten Ergebnissen.

So ist es zum Beispiel nicht ratsam, in einer kleinen Abschwungphase aus Panik alle Aktienpositionen zu verkaufen. Ebenso wenig sollten Anleger aus emotionalen Gründen an einer Aktie festhalten – eine „Lieblingsaktie“ im Portfolio zu haben ist in jedem Fall nicht förderlich.

Bei der Auswahl der Aktien sollten risikoscheue Anleger in erster Linie auf große und bekannte Unternehmen setzen, etwa auf die Blue-Chips des DAX. Ein breit aufgestelltes Portfolio besteht unter Umständen auch zu einem geringen Prozentsatz aus Edelmetallen oder festverzinslichen Wertpapieren.

 

Risiko kann gering gehalten werden, ist aber nicht auszuschließen

Mit einfachen Tricks wie einer wohlüberlegten Diversifizierung, einem langfristigen Anlagehorizont und Handeln nach klaren Regeln kann das Risiko von Aktienkäufen deutlich reduziert werden. Ganz auszuschließen sind Verluste jedoch nicht, weshalb Anleger niemals alles auf eine Karte setzen sollten.

Dabei ist es zum Beispiel ratsam, nur Geld in Aktien zu investieren, welches nicht zwingend in naher Zukunft benötigt wird. Auch eine Verschuldung für einen Aktienkauf ist unter keinen Umständen zu empfehlen, da es keine 100-prozentigen Garantien gibt.

Die vorhandenen Risiken beim Aktienkauf sollten also ernst genommen werden, doch mit der Beachtung einiger Grundregeln kann das Risiko vergleichsweise klein gehalten werden. Und oftmals lohnt sich das eingegangene kleine Risiko spätestens dann, wenn man zurückschaut und die durchschnittliche jährliche Rendite betrachtet.

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