Börsenwissen: Gebühren beim Aktienkauf – entscheidende Faktoren für Kleinanleger

Die ersten Schritte am Kapitalmarkt sind nicht immer leicht. Denn als Privatanleger sollte man nicht nur sorgfältig bei der Auswahl der Wertpapiere vorgehen, im Vorfeld will auch die Wahl des Brokers gut durchdacht sein. Beim Aktienkauf oder Aktienverkauf fallen nämlich stets Transaktions-Gebühren an, welche die Rendite der Anlage schmälern.

 

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Dabei gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den Anbietern. Zahlt man Gebühren für die Depotführung? Wie hoch sind die Transaktionsgebühren für die Trades? Wo liegen die Mindest- oder Maximalgebühren?

Zwischen klassischen Banken und sogenannten Direktbanken können die Unterschiede erheblich sein. Aber auch innerhalb dieser variieren die Gebühren. Entscheidend für eine gute Brokerwahl ist also vor allem ein ausführlicher Vergleich – aber auch das eigene Trading-Verhalten.

 

Direktbanken häufig ohne Depotgebühren

Für die Verwaltung des Depots verlangen einige Broker – zumeist klassische Banken – eine Gebühr. Die Kosten dafür können zum Beispiel bei 15 Euro jährlich liegen. Bei Online- oder Direktbanken zahlt man als Kunde heutzutage oft keine jährlichen Gebühren mehr und die Verwaltung ist praktisch kostenlos.

Gerade für Privatanleger, die generell selten und nur mit sehr geringen Beträgen handeln, ist eine kostenlose Depotführung wichtig. Für Anleger, die mit höheren Beträgen jonglieren und häufiger traden, ist die Depotverwaltungsgebühr weniger entscheidend.

 

Transaktionsgebühren variieren teils stark: Direktbanken wieder im Vorteil

Ähnliches wie bei Depotverwaltungsgebühren kommt es auch bei den Transaktionsgebühren darauf an, wie häufig und vor allem mit welchen Beträgen Privatanleger in Aktien investieren möchten. Denn bei vielen Brokern gibt es eine Mindest- und eine Maximalgebühr für Transaktionen. Für Kleinanleger ist die Mindestgebühr interessant, für kapitalstarke und aktive Anleger kann eine geringe Maximalgebühr entscheidend sein.

Generell sind die Gebühren für Transaktionskosten abhängig von der Ordergröße. Beispielsweise bei einer Transaktion über 10.000 Euro kann die Gebühr bei klassischen Banken in etwa bei 100 Euro (1%) liegen, bei Direktbanken ist die Gebühr meist deutlich geringer – bei 10.000 Euro Volumen liegt diese häufig zwischen 10 Euro und 30 Euro.

 

Gebühren beim Aktienkauf – Brokerwahl entscheidend

Neben den genannten Depotverwaltungsgebühren und Transaktionsgebühren müssen Privatanleger noch geringe Maklergebühren sowie börsenplatzabhängige Kosten beachten. Auch für eine Order am Telefon können je nach Broker zusätzliche Gebühren anfallen. Für Kleinanleger sind jedoch in erster Linie die Kosten für eine Transaktion wichtig – je nach Handelsvolumen ist auch eine kostenlose Depotverwaltung von Bedeutung.

Vor der Auswahl eines bestimmten Brokers sollten die unterschiedlichen Gebühren genau miteinander verglichen werden – besonders bei zunächst günstig erscheinenden Lockangeboten ist Vorsicht geboten. Eines ist jedoch sicher: Wer auf persönliche Beratung verzichten kann, fährt mit Direktbanken wesentlich günstiger. Hier sind die Gebühren beim Aktienkauf in aller Regel spürbar geringer als bei klassischen Banken.

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