Börsenwissen: Was bei der Berechnung der Rendite zu beachten ist

Für Privatanleger ist beim Aktienkauf neben der Sicherheit vor allen ein Aspekt von Bedeutung: die Rendite des Investments. Im Vorfeld eine Rendite zu bestimmen ist unmöglich, hier sind nur vage Schätzungen und Mutmaßungen vertretbar. Erst nach Verkauf der Aktien – oder bei langfristigem Horizont natürlich auch während des Investments – lässt sich die Rendite bestimmen. Das ist nicht nur spannend für den Anleger sondern lässt eventuell auch Rückschlüsse für kommende Aktienkäufe zu.

 

Rendite-RisikoBei der Bestimmung der Aktienrendite sind mehrere Aspekte von Bedeutung. Zum einen ist die sogenannte Kursrendite interessant, diese bezieht sich auf den Kursverlauf seit dem Aktienkauf. Daneben ist gegebenenfalls die jährlich auftretende Dividendenrendite miteinzubeziehen. Um eine möglichst genaue Rendite berechnen zu können, sollten Anleger aber eines nicht vergessen: Durch den Kauf, den Verkauf oder das Halten der Aktien sind Kosten entstanden, diese sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

 

Kursrendite und Dividendenrendite: Unterschiede und Berechnung

Für die Berechnung der Kursrendite braucht man als Privatanleger lediglich den Zeitpunkt des Investments sowie den folgenden Kursverlauf betrachten. Diese beiden Aspekte ins Verhältnis gesetzt ergibt die Kursrendite. Steigerte sich der Kurs einer Aktie seit dem Kaufzeitpunkt vor fünf Jahren zum Beispiel um 50 Prozent, so entspricht die jährliche Kursrendite im Schnitt zehn Prozent.

Ebenfalls jährlich wird die Dividendenrendite neu berechnet – je nachdem, ob das Unternehmen eine Dividende ausschüttet und wie hoch diese ist. Um bei dem obigen Beispiel zu bleiben: Angenommen, das Unternehmen hat in den vergangenen 5 Jahren im Schnitt eine Dividendenrendite von zwei Prozent ausgeschüttet, so addieren sich diese zwei Prozent zur jährlichen Kursrendite. Die jährliche Rendite des Beispiels beträgt also insgesamt zwölf Prozent.

Die Rendite kann natürlich auch über den Gesamtzeitraum betrachtet werden oder jedes Jahr für sich berechnet und entsprechend ausgewertet werden. Im Gegensatz zur Dividendenrendite kann die Kursrendite im Übrigen natürlich auch negativ sein, wenn der Kursverlauf negativ war.

 

Rendite berechnen: Kosten und Gebühren nicht vergessen

Gerade Privatanleger, die eher kleine Beträge investieren, sollten bei der Renditeberechnung nicht die Kosten vergessen. Denn diese können die Rendite durchaus spürbar schmälern, so erhält man ein realistischeres Ergebnis. Beispielhaft sind da die Transaktionskosten beim Aktienkauf und Aktienverkauf zu nennen. Auch etwaige Depotführungsgebühren, Maklergebühren und Steueraufwendungen bei Gewinnen müssen berücksichtigt werden.

Bei einer realistischen Renditeberechnung können Privatanleger vor allem im Nachhinein bestimmen, ob das Investment für sie erfolgreich war und es die Erwartungen erfüllt hat. Zudem lassen sich Hinweise für zukünftige Investments ableiten – etwa ob die Gebühren verringert werden können bzw. man als Anleger eher auf wachstumsstarke Aktien oder Dividenden-Titel setzen möchte.

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