Bombardier: 500 Stellen trotz Trump-Drohung
Bombardier will in den USA weiterhin 500 Stellen besetzen und stärkt zugleich sein Flugzeugprogramm sowie die Fertigung in Kanada.

- 500 US-Stellen bleiben ausgeschrieben
- Trump droht mit US-Verkaufsverbot
- Global 8000 erhält London-City-Zulassung
- Bombardier übernimmt kanadische Werkswerte
Der kanadische Flugzeugbauer Bombardier reagiert mit operativer Kontinuität auf die jüngsten handelspolitischen Drohungen aus den Vereinigten Staaten.
Trotz einer Warnung von US-Präsident Donald Trump, dem Konzern künftig den Zugang zum US-Markt zu verwehren, setzt das Unternehmen seine Personaloffensive im Nachbarland fort. Bombardier bestätigte gegenüber Reuters, weiterhin 500 offene Stellen in den USA mit neuen Arbeitskräften besetzen zu wollen.
Drohungen aus Washington belasten die Stimmung
Auslöser der Verunsicherung waren Äußerungen von Donald Trump am 7. September vor dem Hintergrund eskalierender Handelsspannungen zwischen den USA und Kanada.
Trump hatte erklärt, Bombardier dürfe künftig keine Flugzeuge mehr in den Vereinigten Staaten verkaufen, falls das Unternehmen dort keine Fertigung aufbaue. Am Markt sorgte die Ankündigung für zwischenzeitliche Kursverluste, da die USA als zentraler Absatzmarkt für Geschäftsreiseflugzeuge gelten.
An der Börse fing sich das Papier nach der ersten Schrecksekunde wieder. Am gestrigen Montag schloss die Aktie im europäischen Handel bei 191,95 Euro, was einem Tagesgewinn von 2,7 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel damit ein Plus von 32 Prozent.
Operative Fortschritte in Europa und Kanada
Ungeachtet der politischen Querschüsse treibt das Management die Weiterentwicklung seines Flugzeugprogramms voran. Am 10. September gab das Unternehmen bekannt, dass das Modell Global 8000 die offizielle Genehmigung der britischen Zivilluftfahrtbehörde U.K. Civil Aviation Authority für Landungen auf dem London City Airport erhalten hat.
Die Zulassung für den verkehrstechnisch anspruchsvollen Innenstadtflughafen gilt als wichtiger Schritt bei der Vermarktung des Langstreckenjets an Geschäftskunden.
Zudem stärkt der Konzern seine Fertigungstiefe in der Heimat. Bereits am 2. September vereinbarte Bombardier die Übernahme von Vermögenswerten des MHICA-Werks im kanadischen Mississauga vom japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries.
An diesem Standort in der Provinz Ontario entstehen die Tragflächen für die Modelle Global 5500 und Global 6500. Mit dem Kauf sichert sich das Unternehmen größere Kapazitäten in der Fertigung und eine stärkere Kontrolle über die eigene Lieferkette.
Bombardier Registered (B)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bombardier Registered (B)-Analyse vom 15. September liefert die Antwort:
Die neusten Bombardier Registered (B)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bombardier Registered (B)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bombardier Registered (B): Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




