Booking: TD Cowen senkt Ziel auf 230 Dollar
EU-Parlament verschärft Ton gegen Booking wegen Paritätsklauseln. Analyst TD Cowen senkt Kursziel, bleibt aber optimistisch.

- EU-Parlament fordert härtere Gangart
- TD Cowen senkt Kursziel auf 230 Dollar
- Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
- Management warnt vor unsicherem Umfeld
Booking Holdings kämpft an zwei Fronten. In Brüssel verschärfen Parlamentarier den Ton gegenüber dem Reiseriesen. An der Wall Street senkt ein Analyst sein Kursziel. Beides zusammen erklärt, warum die Aktie zuletzt unter Druck geraten ist.
Europäisches Parlament fordert härtere Gangart
Das EU-Parlament hat eine Resolution verabschiedet, die Booking Holdings namentlich nennt. Der Vorwurf: Das Unternehmen nutze weiterhin sogenannte Paritätsklauseln. Diese Klauseln verbieten Hotels, auf ihrer eigenen Website günstigere Preise anzubieten als auf der Buchungsplattform.
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Genau das ist unter dem Digital Markets Act verboten. Das Gesetz gilt für designierte „Gatekeeper“ — und Booking fällt in diese Kategorie. Die Parlamentarier fordern die EU-Kommission auf, alle verfügbaren Mittel einzusetzen: förmliche Verstößverfahren, Inspektionen, Bußgelder.
Kein Wunder, dass das Unternehmen die regulatorischen Kosten in der EU als wachsende Belastung eingestuft hat.
TD Cowen senkt Kursziel, bleibt optimistisch
Parallel dazu hat TD Cowen sein Kursziel für die Aktie auf 230 Dollar gesenkt — zuvor lag es bei 240 Dollar. Die Einstufung bleibt „Buy“. Der Analyst verwies auf Auftritte des Unternehmens bei Investorenkonferenzen, darunter die Barclays Americas Select Conference.
Das neue Ziel liegt trotzdem deutlich über dem aktuellen Kurs. Die Aktie handelt derzeit zwischen 166 und 178 Dollar. Zum Vergleich: Im April 2026 vollzog Booking einen Aktiensplit im Verhältnis 25:1. Davor lag der Kurs bei über 4.000 Dollar.
Quartalszahlen überzeugen, Ausblick dämpft
Im ersten Quartal 2026 erzielte Booking einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,14 Dollar. Der Umsatz lag bei 5,53 Milliarden Dollar. Beide Werte übertrafen die Erwartungen der Analysten.
Trotzdem reagierte der Markt verhalten. Das Management warnte vor einem schwer einschätzbaren Umfeld. Geopolitische Spannungen belasten das Wachstum bei Übernachtungsbuchungen — besonders im Nahen Osten. Für das zweite Quartal und das Gesamtjahr 2026 hat das Unternehmen eine Prognose vorgelegt, betonte aber die Unsicherheit.
Strategisch setzt Booking auf sein „Connected Trip“-Konzept und den Einsatz generativer KI zur Steigerung der Buchungskonversionen. Eine Quartalsdividende von 0,42 Dollar je Aktie soll im Juni 2026 ausgezahlt werden. Weitere Einblicke in die Strategie dürften auf den Investorenkonferenzen folgen, die noch im Mai anstehen.
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