Borussia Dortmund: Verprellt der Verein seine Aktionäre?

Es ist immer wieder ein kontrovers diskutiertes Thema: Sollen Unternehmen Sondererlöse an die Aktionäre ausschütten oder lieber reinvestieren? Und wenn Ausschüttung, in welcher Höhe?

Dieser Frage musste sich auch der Bundesliga-Verein Borussia Dortmund (BVB) dieser Tage stellen.

Keine Sonderdividende

Denn aufgrund von hohen Transfererlösen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro hatte es zunehmend Spekulationen gegeben, dass sich die Aktionäre des Fußballklubs auf eine Sonderdividende freuen könnten. Angesichts der eher mageren Kursentwicklung der BVB-Aktie wäre dies sicherlich ein kleines Trostpflaster.

BVB will lieber in Spieler investieren

Nun erfolgte allerdings die Absage. Es wird keine Sonderdividende geben, auch wenn der BVB das zum 30. Juni geendete Geschäftsjahr 2017/18 laut eigenen Angaben mit einem Umsatz von mehr als 520 Millionen Euro und einem operativen Gewinn von mehr als 100 Millionen Euro abschließen konnte. Denn man will das Geld lieber in Spieler investieren, ohne wieder Schulden machen zu müssen. Insgesamt zeigt sich Borussia Dortmund für die neue Spielsaison natürlich optimistisch, will allerdings konservativ planen.

Was machen dien Aktionäre?

Bleibt abzuwarten, welchen Reim sich die Aktionäre darauf machen. Aktuell ist die Aktie wieder auf ihrer 50-Tage-Linie gelandet bei derzeit 6 Euro. Allerdings muss man hier wohl auch pragmatisch einschätzen, dass im Aktionärskreis viele ihr Investment eher als Liebhaberei ansehen. Sollte der BVB mit positiven Ergebnissen in die neue Saison starten und dies auch ausbauen können, könnte entsprechend die Aktie profitieren.

%d Bloggern gefällt das: