BP: 52,53% gegen Klima-Disclosure-Kürzung
Neue BP-Chefin O'Neill präsentiert Quartalsergebnisse. Hohe Ölpreise treiben Gewinne, während Investoren Klima-Transparenz erzwingen.

- Ölpreise beflügeln BP-Handel
- Sparprogramm von 22 Milliarden Pfund
- Aktionäre lehnen Klima-Kurswechsel ab
- Aktie mit 52 Prozent Jahresplus
Meg O’Neill steht vor ihrer ersten großen Bewährungsprobe. Morgen präsentiert die neue BP-Chefin die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Das Umfeld ist brisant. Ein eskalierender Konflikt im Iran treibt die Ölpreise. Parallel dazu proben die eigenen Aktionäre den Aufstand.
Ölhandel als Gewinntreiber
Marktbeobachter erwarten einen massiven Gewinnsprung im Ölhandel. Die Eskalation im Nahen Osten hat die Preise für Brent und WTI stark verteuert. Davon profitieren integrierte Energiekonzerne mit großen Handelsabteilungen direkt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?
Im gleichen Schritt rückt O’Neills Sparprogramm in den Fokus. Das Management plant, die Kosten um mehr als 22 Milliarden Pfund zu senken. Dafür stutzt BP vor allem die Sparte für saubere Energien.
Niederlage auf der Hauptversammlung
Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche erlitt der Vorstand einen herben Rückschlag. Eine knappe Mehrheit der Investoren lehnte den Vorschlag ab, die Klimaberichterstattung zurückzufahren. Auch der Wechsel zu rein virtuellen Aktionärstreffen scheiterte am Veto der Anteilseigner.
Die Folge: BP muss die bestehenden Transparenzregeln beibehalten. Mehr als ein Viertel der Investoren forderte obendrein strengere Vorgaben für künftige Öl- und Gasinvestitionen.
Aktie im Höhenflug
An der Börse honoriert das Kapital den strategischen Schwenk zurück zu fossilen Brennstoffen. Aktivistische Investoren wie Elliott Management hatten diesen Kurswechsel massiv eingefordert. Die BP-Aktie legte auf Jahressicht um gut 52 Prozent zu. Seit Januar steht ein Plus von knapp 29 Prozent auf dem Kurszettel. Mit einem RSI-Wert von über 83 gilt das Papier aktuell als technisch stark überkauft.
Den Fokus richtet das Management nun auf lukrative Förderprojekte in Südamerika und der Karibik. Analysten von Raymond James prognostizieren für das abgelaufene Quartal einen Gewinn von 0,70 US-Dollar je amerikanischem Hinterlegungsschein (ADS). Die Dividendenrendite liegt bei rund 4,2 Prozent. Morgen Vormittag müssen die realen Zahlen diese Erwartungen bestätigen.
BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




