BP Aktie: Bedächtiges Vorgehen?

US-Behörden verweigern BP die Genehmigung für das Kaskida-Ölfeld aufgrund schwerwiegender Sicherheitsmängel und unzureichender Notfallpläne. Das Projekt muss komplett überarbeitet werden.

Die Kernpunkte:
  • Genehmigung für Kaskida-Ölfeld verweigert
  • Sicherheitsmängel und falsche Risikoberechnungen
  • Erster Rückschlag seit Deepwater-Horizon-Katastrophe
  • BP muss Projektpläne grundlegend überarbeiten

Ein herber Dämpfer für den britischen Ölriesen BP: Die US-Regierung hat die Pläne für das milliardenschwere Kaskida-Ölfeld im Golf von Mexiko gestoppt. Die Begründung der Behörden liest sich wie eine Abreibung – Sicherheitsmängel, unzureichende Notfallpläne und falsche Risikoberechnungen bringen BPs Strategie für neue Tiefseebohrungen ins Wanken.

Regulatorischer Volltreffer

Das US-Innenministerium verweigerte die Genehmigung für das Ultra-Deepwater-Projekt mit deutlichen Worten. Die Aufsichtsbehörde BOEM moniert, dass BP grundlegende rechtliche und sicherheitstechnische Anforderungen nicht erfüllt habe. Konkret bemängeln die Prüfer:
– Unzureichende Sicherheitsnachweise für das Hochdruck-/Hochtemperatur-Projekt
– Fehlende Ausrüstung zur Beherrschung möglicher Blowouts oder Ölkatastrophen
– Dramatisch falsche Berechnungen des potenziellen Ölaustritts – um bis zu 500.000 Barrel zu niedrig angesetzt

Für BP-CEO Murray Auchincloss bedeutet dies einen strategischen Rückschlag. Kaskida wäre das erste komplett neue Ölfeld des Konzerns im Golf von Mexiko seit der Deepwater-Horizon-Katastrophe von 2010.

Zwiespältiges Branchenumfeld

Während BP mit regulatorischen Hürden kämpft, erlebt die Ölindustrie anderswo positive Signale. Ein US-Bundesberufungsgericht bestätigte das Offshore-Förderprogramm der Regierung für 2024-2029. Gleichzeitig verschob Kalifornien geplante Strafen für hohe Ölkonzerngewinne bis 2030 – eine vorübergehende Erleichterung für die Branche.

Parallel zum Rückschlag beim Kaskida-Projekt demonstrierte BP Geschäftstüchtigkeit auf anderen Feldern. Der Konzern kaufte eigene Aktien im Rahmen seines Rückkaufprogramms zurück und kündigte eine Partnerschaft mit Axonet zur Stärkung seines Retail-Media-Netzwerks an.

Was kommt jetzt auf BP zu?

Die Augen der Anleger richten sich nun auf BPs Reaktion. Der Konzern muss seine Pläne grundlegend überarbeiten und neu einreichen. Die BOEM erwartet die Neubewertung noch in diesem Jahr. Die Frage ist: Kann BP die Mängel schnell beheben – oder verzögert sich das Schlüsselprojekt monate-甚至 jahrelang?

Während die Unsicherheit um Kaskida den Aktienkurs belastet, könnte das fortgesetzte Aktienrückkaufprogramm Stützung bieten. Doch der Schatten von Deepwater Horizon und die verschärften regulatorischen Anforderungen dürften BP noch länger verfolgen.

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