BP Aktie: Druck von mehreren Seiten
Der Ölkonzern BP sieht sich mit Vertragsstreit in Senegal, Produktionsausfällen im Irak und einem bevorstehenden CEO-Wechsel konfrontiert, während die Aktie neue Höchststände erreicht.

- Senegal fordert Neuverhandlung wichtiger Gasverträge
- Drohnenangriff im Irak drosselt Ölförderung erheblich
- Neue CEO Meg O'Neill übernimmt im April 2026
- Aktie erreicht trotz Belastungen 52-Wochen-Hoch
BP kämpft gleichzeitig auf mehreren Fronten. Senegals Regierung erklärt einen zentralen Gasvertrag für unzumutbar, im Irak wurden ausländische Mitarbeiter nach einem Drohnenvorfall evakuiert — und intern steht ein Führungswechsel bevor. Dass die Aktie trotzdem zulegt, sagt viel über die aktuelle Marktpsychologie aus.
Senegal fordert Nachverhandlung
Senegals Premierminister Ousmane Sonko erklärte am Donnerstag in einer Fernsehansprache den Gasvertrag für das Greater Tortue Ahmeyim-Projekt (GTA) für einseitig und unfair. Die Regierung, die seit 2024 im Amt ist, hatte sich die Überprüfung strategischer Rohstoffverträge auf die Fahnen geschrieben — nun folgen konkrete Schritte.
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Das GTA-Projekt, an dem neben BP auch Kosmos Energy sowie die staatlichen Ölgesellschaften Senegals und Mauretaniens beteiligt sind, produziert seit Januar 2025 Gas. Senegal kämpft mit einer Staatsverschuldung von 132 Prozent des BIP, der IWF hat sein Kreditprogramm nach aufgedeckten Bilanzierungsfehlern eingefroren. Die Neuverhandlung der Ressourcenverträge ist Teil der staatlichen Strategie zur Haushaltskonsolidierung. Details zu den laufenden Gesprächen mit BP nannte Sonko nicht.
Drohnen über Rumaila
Parallel dazu spitzte sich die Lage in Irak zu. Nach dem Einschlag zweier unidentifizierter Drohnen im Rumaila-Ölfeld wurden ausländische Mitarbeiter evakuiert. Das Feld, das rund 1,4 bis 1,5 Millionen Barrel täglich fördert und etwa zwölf Prozent der irakischen Reserven enthält, reduzierte die Produktion infolge des Vorfalls um 700.000 Barrel pro Tag.
Irak hatte bereits zuvor wegen fehlender Lagerkapazitäten im Kontext des Iran-Konflikts die Produktion um knapp 1,5 Millionen Barrel täglich drosseln müssen. Behörden warnten, dass weitere Kürzungen auf bis zu drei Millionen Barrel täglich steigen könnten, sollte der Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz eingeschränkt bleiben.
Führungswechsel und strategischer Umbau
Intern befindet sich BP in einer Phase des Umbaus. Nach Jahren eines aggressiven Kurswechsels Richtung Erneuerbare Energien, der Investoren gespalten und die Bilanz belastet hatte, übernimmt im April 2026 Meg O’Neill das Ruder — als erste externe Berufung und erste Frau an der Spitze eines großen globalen Ölkonzerns.
Finanziell lieferte BP für 2025 einen bereinigten Gewinn von 7,5 Milliarden US-Dollar bei einem operativen Cashflow von 24,5 Milliarden Dollar. Das Aktienrückkaufprogramm wurde ausgesetzt, um die Bilanz zu stärken. Das Investitionsbudget für 2026 liegt bei 13 bis 13,5 Milliarden Dollar.
Trotz der Belastungen legte die Aktie zuletzt deutlich zu und markierte heute ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht beträgt das Plus rund 25 Prozent — getrieben auch vom Ölpreis, der Anfang März die Marke von 100 Dollar je Barrel überschritten hatte.
Die Hauptversammlung am 23. April 2026 dürfte zum ersten großen Test für O’Neill werden. Aktionäre werden dort die strategische Neuausrichtung unter ihrer Führung genau unter die Lupe nehmen.
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