BP Aktie: Frieden als Ölpreis-Killer?
Niedrigere Ölpreise belasteten BP; der Konzern meldete zugleich hohe Quartalsgewinne und plant weitere Erlöse aus Verkäufen.

- Brent-Preis sank um 8,7 Prozent
- BP-Aktie verlor binnen sieben Tagen 11 Prozent
- Quartalsgewinn erreichte 8,46 Milliarden Dollar
- Aker-BP-Anteil für 9,8 Milliarden NOK verkauft
Die Aussicht auf eine mögliche Entspannung im Iran-Krieg hat am Mittwoch die Ölpreise und auch BP unter Druck gesetzt. Reuters zufolge fiel Brent um 8,7% auf 94,62 $ je Barrel, weil Anleger auf ein schnelleres Kriegsende nach den US-Zwischenwahlen setzten. Die BP-Aktie verlor über sieben Tage 11%.
Erwartungen an ein Ende des Krieges
Medienberichten zufolge verbanden Marktteilnehmer das Wahlergebnis mit der Erwartung, dass die Demokraten auf ein Ende des Konflikts drängen würden. Unter diesen Erwartungen litten sowohl Ölförderer als auch Raffinerieunternehmen. Die Berichterstattung stellte auch den Zusammenhang zwischen dem niedrigeren Ölpreis und dem Wochenverlust von BP her.
Vor diesem Preisrückgang hatte BP am 30. Oktober starke Ergebnis- und Cashflow-Zahlen veröffentlicht. Für das dritte Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten von 8,46 Milliarden $. Der operative Mittelzufluss erreichte 14,8 Milliarden $.
Die Nettoverschuldung bezifferte BP auf 13,9 Milliarden $. In den ersten neun Monaten 2026 summierte sich der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten auf 17,4 Milliarden $.
Verkaufserlöse sollen die Bilanz stärken
Zur Stärkung der Bilanz hat BP zudem einen Teil seiner Beteiligung an Aker BP verkauft. Der Bruttoerlös betrug rund 9,8 Milliarden NOK. Als Verkaufspreis nannte BP 311 NOK je Aktie.
Reuters berichtete über einen Abschlag von 12% bei der Platzierung. Nach dem Verkauf behielt BP rund 10,9% an Aker BP und blieb damit an dem Unternehmen beteiligt.
Für 2026 erwartet BP aus Veräußerungen und sonstigen Erlösen rund 9 Milliarden $. Das liegt nach Unternehmensangaben etwa 1 Milliarde $ über der bisherigen Prognose. Die Einnahmen aus dem Anteilsverkauf sollen nach Angaben von BP die Bilanz stärken.
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