BP Aktie: Kehrtwende der Analysten

HSBC hebt BP-Rating auf 'Hold' an, nachdem höhere Ölpreise den Cashflow verbessern. Zugleich steht der Konzern wegen einer Klimaresolution im Konflikt mit Großaktionären.

Die Kernpunkte:
  • HSBC hebt Rating und Kursziel für BP an
  • Höhere Ölpreise stärken Cashflow und Schuldenabbau
  • Aktie hat starke Rally bereits hinter sich
  • Konflikt mit Investoren über Klima-Resolution

Ein rasanter Anstieg der Ölpreise zwingt Analysten zum Umdenken. Die britische Großbank HSBC hat ihre skeptische Haltung gegenüber BP aufgegeben und das Kursziel deutlich nach oben korrigiert. Während die Kassen des Energiekonzerns dank der günstigen Marktlage klingeln, braut sich abseits der Bilanzen ein handfester Konflikt mit Großaktionären zusammen.

Verantwortlich für die neue Einschätzung der Bank ist ein spürbar verbessertes Bild beim Cashflow. Da die Rohölpreise durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten zeitweise stark anzogen, rechnet HSBC nun mit einem Brent-Preis von 80 statt bisher 65 US-Dollar pro Barrel. Diese Differenz spült voraussichtlich vier Milliarden US-Dollar mehr in die Kassen von BP. Entsprechend schneller dürfte der Schuldenabbau voranschreiten. Die Experten gehen davon aus, dass die Nettoverschuldung bis Ende 2026 auf neun Milliarden US-Dollar sinkt. Damit würde das Unternehmen den eigenen Zielkorridor von 14 bis 18 Milliarden US-Dollar klar unterbieten. Folgerichtig hob HSBC das Rating von „Reduce“ auf „Hold“ an.

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Die positive operative Entwicklung spiegelt sich längst im Chart wider. Mit einem Kursplus von gut 23 Prozent seit Jahresanfang notiert das Papier aktuell bei 6,25 Euro und hat den Status eines Schnäppchens abgelegt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mittlerweile bei 17, was exakt dem Durchschnitt des britischen Leitindex entspricht. Auch die Analysten weisen darauf hin, dass die Bewertung nach der jüngsten Rally weitgehend ausgereizt sei.

Streit um Aktionärsrechte

Abseits der erfreulichen Zahlenfolge steht das Management vor einer echten Bewährungsprobe. Eine Gruppe von Pensionsfonds, die ein Vermögen von über einer Billion Euro verwaltet, wirft dem Konzern vor, Aktionärsrechte zu beschneiden. Stein des Anstoßes ist eine Klimaresolution, die BP nicht für die kommende Hauptversammlung zulassen will. Die Investoren fordern Klarheit darüber, wie das Unternehmen den Unternehmenswert bei einer sinkenden Öl- und Gasnachfrage schützen möchte. Der Vorstand empfiehlt den Anteilseignern strikt, gegen die umstrittene Resolution 24 zu stimmen.

Ende April bündeln sich nun die wichtigen Termine für den Konzern. Am 23. April muss sich die neue Vorstandschefin Meg O’Neill direkt zu ihrem Amtsantritt den kritischen Fragen der Großaktionäre auf der Hauptversammlung stellen. Nur fünf Tage später, am 28. April 2026, folgen die Quartalszahlen. Diese Daten werden belegen, ob der Rückenwind bei den Rohstoffpreisen die angehobenen Erwartungen der Analysten tatsächlich erfüllt.

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