BP Aktie: Schieferöl-Offensive
Der Energiekonzern BP steigert die US-Schieferölförderung und treibt ein Karibik-Gasprojekt voran, um kurzfristige Erträge aus fossilen Brennstoffen zu sichern.

- Schieferöl-Förderung soll 2026 um 8 Prozent wachsen
- Investitionskosten werden um 800 Millionen Dollar gesenkt
- Manakin-Cocuina-Gasprojekt nach Sanktionsaufhebung gestartet
- Starke operative Zahlen trotz gedämpfter Ölpreise
BP setzt auf fossile Brennstoffe – und zwar massiv. Während viele Wettbewerber vorsichtiger agieren, dreht der britische Energiekonzern in den USA am Produktionsrad. Die Tochter BPX Energy will die Schieferöl-Förderung 2026 um 8 Prozent steigern. Ein klarer Strategieschwenk zurück zu den profitablen Kern-Assets.
Expansion statt Zurückhaltung
Mit aktuell 500.000 Barrel täglich trägt das US-Schiefergeschäft bereits ein Fünftel zur weltweiten BP-Produktion bei. Bis 2030 sollen es 650.000 Barrel werden. Gleichzeitig plant BPX Energy, die Investitionskosten um 800 Millionen Dollar zu senken. Die eingesparten Mittel sollen in internationale Wachstumsprojekte fließen – ein Umdenken gegenüber den kapitalintensiven Ambitionen im Bereich klimaneutraler Energien.
Die Zahlen des Geschäftsjahres 2025 untermauern die operative Stärke: BP erzielte einen Ersatzkosten-Gewinn von 7,5 Milliarden Dollar, davon 1,5 Milliarden im vierten Quartal. Trotz gedämpfter Ölpreise generierte der Konzern einen operativen Cashflow von 24,5 Milliarden Dollar. Die Raffinerien liefen mit rekordhoher Verfügbarkeit von 96,3 Prozent, die Anlagenzuverlässigkeit im Upstream-Bereich erreichte 96,1 Prozent.
Gasprojekt in der Karibik rückt näher
Parallel zum Schieferöl-Ausbau treibt BP ein wichtiges Erdgas-Vorhaben voran. Nach der Aufhebung US-amerikanischer Sanktionen kann das Manakin-Cocuina-Projekt zwischen Venezuela und Trinidad & Tobago starten. Rund zwei Drittel der Gasvorkommen liegen in trinidadischen Gewässern, wo BP als Betreiber fungiert und gemeinsam mit der National Gas Company die regionale LNG- und Petrochemie-Industrie beliefern will.
Der strategische Umbau fällt in eine Übergangsphase an der Konzernspitze. Handelschefin Carol Howle führt das Unternehmen kommissarisch, bis Meg O’Neill im April die CEO-Position übernimmt. Mit der forcierten Schieferöl-Produktion und dem karibischen Gasprojekt setzt BP auf kurz- bis mittelfristige Erträge aus bewährten Geschäftsfeldern – eine klare Positionierung in einem volatilen Energiemarkt.
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