BP Aktie: Schuldenziel ist ein Jahr früher geknackt
Der Aktienverkauf bringt BP rund 9,83 Milliarden NOK; die Prognose für Veräußerungen steigt um rund eine Milliarde Dollar.

- Fünf Prozent an Aker BP veräußert
- Rund 9,83 Milliarden NOK Bruttoerlös erzielt
- BP hält weiterhin 10,9 Prozent
- Restliche Aktien 90 Tage gebunden
BP hat am Donnerstag einen Anteil von 5 % an Aker BP verkauft und damit einen Bruttoerlös von rund 9,83 Milliarden NOK erzielt. Nach Abschluss des Geschäfts erwartet das Unternehmen für 2026 Erlöse aus Veräußerungen und sonstigen Transaktionen von rund 9 Milliarden $. Damit hebt BP seine bisherige Prognose an.
Restbeteiligung bleibt vorerst gebunden
Die neue Erwartung liegt nach Unternehmensangaben rund 1 Milliarde $ über der bisherigen Prognose. Für die veräußerten Aktien erzielte BP einen Preis von 311 NOK je Aktie.
BP hält nach dem Verkauf noch rund 10,9 % an Aker BP. Für die verbleibenden Aktien gilt eine Haltefrist von 90 Tagen. Der Teilverkauf ist abgeschlossen; BP bleibt damit weiterhin an Aker BP beteiligt.
Überschüssige Mittel für Altlasten und Schulden
Vor gut einer Woche hatte BP für das dritte Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn auf Wiederbeschaffungskostenbasis von 8,458 Milliarden $ gemeldet. Reuters zufolge übertraf das Ergebnis die Erwartungen der Analysten. Höhere Preise und Raffineriemargen begleiteten die Gewinnentwicklung.
Der den Aktionären zurechenbare Gewinn lag bei 4,696 Milliarden $. Der operative Mittelzufluss erreichte im selben Quartal 14,829 Milliarden $. BP hatte zudem angekündigt, überschüssige Mittel zur Begleichung der verbleibenden Verpflichtungen aus Deepwater Horizon einzusetzen und den Schuldenabbau zu priorisieren.
Die Nettoverschuldung betrug zum Quartalsende 13,9 Milliarden $. Nach Angaben von BP war das Ziel für die Nettoverschuldung damit ein Jahr früher als vorgesehen erreicht worden.
Der Ölpreisrückgang belastete unterdessen Medienberichten zufolge die Branche. Als Hintergrund galten Anzeichen möglicher diplomatischer Gespräche zwischen den USA und Iran sowie politischer Druck nach der Wahl auf das Weiße Haus, einen Ausweg aus dem Iran-Konflikt zu suchen.
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