BP Aktie: Sparziele verschärft

Der Energiekonzern erhöht seine Kostensenkungsziele um eine Milliarde Dollar und verkauft die Raffinerie Gelsenkirchen. Die Aktie erreicht ein neues Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Erhöhte Sparziele um eine Milliarde Dollar
  • Verkauf der Raffinerie Gelsenkirchen als Kostentreiber
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Genehmigung für Großprojekt im Golf von Mexiko

BP hat seine Kostensenkungsziele deutlich angehoben und gleichzeitig einen wichtigen Meilenstein beim Konzernumbau erreicht. Der Energiekonzern will bis Ende 2027 nun zwischen 6,5 und 7,5 Milliarden Dollar an strukturellen Einsparungen erzielen — bislang lautete die Zielspanne 5,5 bis 6,5 Milliarden Dollar. Das entspricht rund 30 Prozent der Kostenbasis von 2023.

Gelsenkirchen als Hebel

Ein wesentlicher Treiber der erhöhten Einsparziele ist der kürzlich vereinbarte Verkauf der Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch Group. Allein diese Transaktion soll rund eine Milliarde Dollar an Betriebskosten einsparen. Die Anlage mit einer Kapazität von 240.000 Barrel pro Tag wechselt voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 den Besitzer — inklusive rund 1.800 Mitarbeitern.

Der Deal zahlt zudem auf BPs übergeordnetes Devestitionsprogramm ein. Mit dem Gelsenkirchen-Verkauf hat der Konzern nun elf Milliarden Dollar seines bis 2027 angestrebten 20-Milliarden-Dollar-Ziels erreicht. Finanziell wirkt die Transaktion direkt: Sie soll den Cash-Break-even-Punkt des verbleibenden Raffinerie-Portfolios um rund drei Dollar pro Barrel senken.

Geopolitik und regulatorisches Gegenwind

Der Londoner Markt quittierte die Ankündigungen am Donnerstag mit einem Kursplus von knapp fünf Prozent — die Aktie erreichte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Rückenwind kam auch vom Ölpreis: Brent kletterte nach Angriffen auf Energieinfrastruktur in Katar und Saudi-Arabien kurzzeitig auf über 119 Dollar je Barrel, bevor er sich bei rund 108,65 Dollar stabilisierte.

Aus Deutschland droht allerdings ein regulatorischer Gegenwind. Finanzminister Lars Klingbeil schlug am 19. März eine Sondersteuer auf Ölkonzerne vor, um steigende Kraftstoffpreise — E10 kostet derzeit 2,044 Euro, Diesel 2,167 Euro je Liter — für Verbraucher abzufedern. Wie hoch eine mögliche Belastung für BP ausfallen würde, ist noch offen.

Parallel dazu erhielt BP grünes Licht für das Kaskida-Projekt im Tiefsee-Golf von Mexiko. Das fünf Milliarden Dollar schwere Vorhaben zielt auf entdeckte Ressourcen von zehn Milliarden Barrel ab; erste Förderung ist für 2029 geplant.

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