BP Aktie: Strategie unter Beschuss

Kritische Investoren stellen BPs erhöhte Investitionen in Öl und Gas infrage und fordern vor Quartalszahlen mehr Transparenz. Die neue CEO steht vor einer strategischen Herausforderung.

Die Kernpunkte:
  • Aktionärsresolution fordert Nachweis für Rendite fossiler Projekte
  • Investitionen von 10 Mrd. USD jährlich in Öl und Gas geplant
  • Quartalszahlen am 10. Februar 2026 als nächster Prüfstein
  • Neue CEO Meg O'Neill übernimmt im April 2026

Der britische Energieriese BP sieht sich wenige Tage vor der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen mit kritischen Fragen konfrontiert. Eine Koalition aus aktivistischen Investoren und Pensionsfonds fordert Rechenschaft über die strategische Neuausrichtung hin zu fossilen Brennstoffen. Im Kern steht die Frage: Schafft der verstärkte Fokus auf Öl und Gas tatsächlich Mehrwert für die Aktionäre oder dient er lediglich dazu, kurzfristige Löcher zu stopfen?

Aktionäre fordern Transparenz

Eine Gruppe von Investoren, darunter das Australasian Centre for Corporate Responsibility (ACCR) sowie diverse britische und europäische Pensionsfonds, hat eine formelle Aktionärsresolution eingereicht. Der Vorstoß zielt auf die Investitionspläne des Managements ab. BP hatte angekündigt, in den Jahren 2025 bis 2027 jährlich rund 10 Milliarden US-Dollar in Öl- und Gasprojekte zu investieren und gleichzeitig einige Ambitionen im Bereich der erneuerbaren Energien zurückzuschrauben.

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Die Kritik der Investorengruppe ist deutlich: Sie verlangt den Nachweis, dass diese Kapitalallokation diszipliniert erfolgt und akzeptable Renditen liefert. Hintergrund ist die Unzufriedenheit über die vergangene Kursentwicklung im Vergleich zur Konkurrenz. Die Antragsteller fordern detaillierte Offenlegungen darüber, wie BP die Kosten-Wettbewerbsfähigkeit neuer fossiler Projekte bewertet und potenzielle Kostenüberschreitungen einkalkuliert.

Operativer Rückenwind und Führungswechsel

Während die strategische Diskussion an Schärfe gewinnt, liefert das operative Geschäft positive Signale. Eine technische Zusammenarbeit mit der indischen Oil and Natural Gas Corporation Ltd (ONGC) hat die Rohölproduktion im „Mumbai High“-Feld gesteigert. Berichten zufolge erhöhte sich der Ausstoß um 3.500 bis 4.000 Barrel pro Tag. Auch der Aktienkurs zeigt sich robust und notiert aktuell nahe dem 52-Wochen-Hoch von 5,62 Euro.

Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 10. Februar 2026. An diesem Datum wird BP die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegen. Dieser Termin dürfte erste Indikationen liefern, wie das Management auf den wachsenden Druck der Aktionäre reagiert. Die langfristige Handhabung dieses Konflikts wird jedoch voraussichtlich eine der ersten großen Aufgaben für Meg O’Neill sein, die am 1. April 2026 den Posten als CEO übernimmt.

Die Präsentation der Quartalszahlen am kommenden Dienstag wird zeigen müssen, ob die Bilanz stark genug ist, um die Zweifel an der fossilen Expansionsstrategie zu entkräften und die kritischen Investoren vor dem Amtsantritt der neuen Konzernchefin zu beruhigen.

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