BP Aktie: UBS stuft auf Buy mit 700 Pence auf

UBS stuft BP auf 'Buy' hoch und sieht Potenzial im Konzernumbau. Neue LNG-Verträge in Indonesien und geplante Kostensenkungen stützen die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • UBS stuft BP auf 'Buy' hoch
  • Neue LNG-Verträge in Indonesien
  • Schuldenabbau auf 27 Prozent geplant
  • Dividendenrendite von 4,3 Prozent

Die UBS traut BP wieder einen Aufschwung zu. Die Analysten haben die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft, das Kursziel liegt bei 700 Pence. Für Anleger an der Börse ist das ein klares Signal: Der Ölkonzern steckt mitten in einer Neuausrichtung – und die ersten Weichenstellungen kommen offenbar an.

Derzeit notiert die BP-Aktie in Frankfurt bei 6,46 Euro. Seit Jahresbeginn legte sie um 27 Prozent zu, liegt aber rund sechs Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,88 Euro. Der RSI von 40,2 deutet auf eine leichte Abkühlung hin – die positive Analystenstimmung könnte nun neuen Schwung bringen.

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Was hinter der Hochstufung steckt

Im April 2026 übernahm Meg O’Neill den Chefposten. Sie setzt auf operative Effizienz und einen konsequenten Schuldenabbau. Die UBS erwartet Einsparungen zwischen drei und sechs Milliarden Dollar – das wäre ein massiver Schritt für den Konzern. Die Verschuldungsquote soll von 47 auf 27 Prozent sinken, und zwar bis 2028.

BP will damit einen Rückstand zu den Wettbewerbern aufholen, der seit 2018 besteht. Seit 2025 hat das Unternehmen 14 neue Öl- und Gasfunde gemacht, darunter den bedeutenden Bumerangue-Fund vor Brasilien. Ein detailliertes Strategie-Update ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt.

Expansion in Indonesien

Parallel dazu baut BP sein LNG-Geschäft aus. Auf der jüngsten IPA-Konferenz sicherte sich der Konzern drei neue Produktionsteilungsverträge in Indonesien: Bintuni, Drawa und Barong. Damit betreibt BP nun elf Blöcke in dem Land.

Die neuen Flächen liegen nahe der bestehenden Tangguh-Anlage, die derzeit 11,4 Millionen Tonnen LNG pro Jahr produziert. Rund sieben Milliarden Dollar fließen in das Tangguh-UCC-Projekt – eine Kombination aus Erschließung, CO₂-Speicherung und Kompression. Ziel ist es, zusätzlich drei Billionen Kubikfuß Gas zu erschließen.

Dividende als Rückhalt

Für das laufende Jahr bleibt eine vierteljährliche Ausschüttung von 0,4992 Dollar je Aktie vorgesehen. Das entspricht einer Dividendenrendite von rund 4,3 Prozent – ein solides Polster. Analysten sehen die Aktie weiterhin mit einem „moderaten Kauf“-Konsens.

Jetzt kommt es darauf an, ob die Kostensenkungen tatsächlich greifen und der Schuldenabbau wie geplant gelingt. Der Markt beobachtet genau, wie CEO O’Neill den Balanceakt zwischen Wachstum und finanzieller Disziplin meistert. Die Richtung stimmt – der Beweis steht noch aus.

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