BP Aktie: Venezuela-Vorstoß

Der Energiekonzern BP versucht, Explorationsrechte in Venezuela zurückzugewinnen, während er gleichzeitig mit neuem CEO, Milliardenverkäufen und Aktienrückkäufen einen Umbau vorantreibt.

Die Kernpunkte:
  • Intensive Lobbyarbeit für Gasfeld-Manakin-Cocuina
  • Wechsel an der Konzernspitze mit neuer CEO ab April
  • Milliardendeal durch Verkauf von Castrol-Anteilen
  • Fortlaufendes Aktienrückkaufprogramm bis Februar

BP drängt zurück nach Venezuela. Der britische Energiekonzern intensiviert seine Bemühungen, Explorationslizenzen für das Gasfeld Manakin-Cocuina zurückzugewinnen. Diese waren zuvor entzogen worden, doch politische Verschiebungen in Caracas schaffen neue Öffnungen für internationale Ölmultis. Gleichzeitig treibt BP seinen Umbau voran – mit neuem CEO, Milliardenverkäufen und aggressiven Aktienrückkäufen.

Lobbyarbeit für Gasfeld-Zugang

Das Manakin-Cocuina-Feld liegt im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Trinidad und Tobago – eine Region mit erheblichen, bislang ungenutzten Gasreserven. BP ist nicht allein: Auch Shell und andere Wettbewerber versuchen, sich in der Region zu positionieren. Für BP würde die Rückerlangung der Lizenz strategische Bedeutung haben und könnte mittelfristig den Zugang zu substanziellen Gasvorkommen sichern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?

Die Entwicklung steht im Kontext größerer geopolitischer Bewegungen, da Venezuela seine Energiepolitik neu justiert. Ob die Lobbyarbeit Erfolg hat, ist offen – doch die Anstrengungen zeigen, dass BP bereit ist, in politisch komplexe Märkte zu investieren.

Strukturwandel und neue Führung

BP befindet sich in einer Übergangsphase. Ab dem 1. April 2026 übernimmt Meg O’Neill das Ruder als neue CEO. Die bisherige Woodside-Energy-Managerin soll frische Impulse setzen und die langfristige Strategie schärfen. Bis dahin läuft das Geschäft unter der bisherigen Übergangsführung.

Parallel dazu trennt sich BP von Nicht-Kerngeschäft: Der Verkauf von 65 Prozent am Schmierstoffgeschäft Castrol an Stonepeak bringt rund 10,1 Milliarden Dollar in die Kasse. BP behält 35 Prozent und will die Erlöse vor allem zur Schuldenreduzierung nutzen. Ziel ist es, die Nettoverschuldung bis Ende 2027 auf 14 bis 18 Milliarden Dollar zu senken.

Aktienrückkäufe und Dividendenpolitik

BP setzt sein 750-Millionen-Dollar-Rückkaufprogramm fort, das bis zum 6. Februar 2026 läuft. In der ersten Dezemberhälfte kaufte der Konzern täglich rund 1,5 Millionen Aktien zurück – ein Signal an die Investoren, dass überschüssige Liquidität konsequent an die Aktionäre zurückfließt.

Zusätzlich bleibt die Dividendenpolitik ein zentraler Anker für einkommensorientierte Anleger. Die nächste Ausschüttung steht im Kalender, während die Aktie technisch im Bereich zwischen 420 und 430 Pence oszilliert.

Die Kombination aus Schuldenabbau durch den Castrol-Deal und möglichen Aufwärtschancen durch das Venezuela-Engagement positioniert BP an einem Wendepunkt. Der Ausgang der Lizenzverhandlungen in Südamerika könnte entscheidenden Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen.

BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 6. Januar liefert die Antwort:

Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...