BP Aktie: Wachstumsfreude überall!

BP verhängt Lockout in einer wichtigen US-Raffinerie, während Barclays das Kursziel für die Aktie deutlich anhebt. Der Arbeitskampf birgt Risiken für die Kraftstoffversorgung.

Die Kernpunkte:
  • Aussperrung von 800 Mitarbeitern in US-Raffinerie
  • Barclays erhöht Kursziel auf 650 Pence
  • Größte Raffinerie im Mittleren Westen betroffen
  • Hohe Energiepreise begünstigen Ölkonzerne

BP steckt gleichzeitig in einem handfesten Arbeitskampf und erhält frischen Rückenwind von der Analystenfront. Eine ungewöhnliche Kombination.

Streik ade – Aussperrung her

Seit dem 19. März 2026 dürfen rund 800 Beschäftigte der Raffinerie im amerikanischen Whiting, Indiana, nicht mehr zur Arbeit erscheinen. BP hat die Aussperrung verhängt, nachdem die Gewerkschaft United Steelworkers das als endgültig bezeichnete Vertragsangebot des Konzerns abgelehnt hatte. Die Anlage ist die größte Raffinerie im Mittleren Westen der USA und verarbeitet täglich 440.000 Barrel Öl zu Benzin, Diesel und Kerosin.

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Für BP war der Schritt offenbar unvermeidlich. Seit dem Auslaufen des alten Tarifvertrags Ende Januar 2026 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben unter dem permanenten Risiko eines Streiks mit nur 24 Stunden Vorankündigung operiert. Die Gewerkschaft wiederum wirft BP vor, massiven Stellenabbau, Lohnkürzungen und den Entzug von Mitbestimmungsrechten durchsetzen zu wollen – alles zusammen schlicht nicht akzeptierbar, wie es aus Gewerkschaftskreisen heißt.

Der Zeitpunkt ist heikel. Die Energiemärkte sind ohnehin angespannt, nicht zuletzt wegen der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten. Störungen bei einer der zentralen Raffinerien des Landes könnten Kraftstoffpreise weiter in die Höhe treiben.

Barclays hebt das Kursziel an

Parallel dazu zeigt sich zumindest die Analystengemeinschaft konstruktiv gestimmt. Barclays hat das Kursziel für die BP-Aktie auf 650 Pence angehoben – zuvor lag es bei 590 Pence – und bestätigt das Rating „Overweight“. Damit signalisiert die Bank weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Auch für andere britische Ölwerte erhöhte Barclays die Zielvorgaben: Shell kletterte auf 4.500 Pence, Harbour Energy auf 400 Pence – jeweils mit ebenfalls positivem Ausblick. Das Bild passt: In einem Umfeld hoher Energie- und Rohstoffpreise gelten die großen Förderer und Raffineriebetreiber als Profiteure.

Ob der Arbeitskonflikt in Whiting dieses Bild trübt, hängt letztlich davon ab, wie schnell beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch kommen. BP hat signalisiert, weiter verhandeln zu wollen – allerdings erst nach Annahme seines aktuellen Angebots. Ein schnelles Ende des Lockouts ist damit vorerst nicht in Sicht.

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