BP Aktie: Zurück zum Kerngeschäft
Der Energiekonzern BP setzt nach Milliardenabschreibungen wieder verstärkt auf fossile Projekte und strebt eine US-Genehmigung für ein Karibik-Gasfeld an, während Aktienrückkäufe den Kurs stützen.

- Strategische Neuausrichtung hin zum Kerngeschäft
- Neuer Antrag für US-Genehmigung für Karibik-Gasfeld
- Aktienrückkaufprogramm zur Stützung des Kurses
- Entscheidung der US-Regierung ist Schlüsselfaktor
Der britische Energieriese vollzieht eine deutliche strategische Kehrtwende und setzt wieder verstärkt auf seine fossilen Wurzeln. Nach Milliardenabschreibungen im Bereich der erneuerbaren Energien rückt nun ein komplexes Gasprojekt in der Karibik in den Mittelpunkt der operativen Planung. Anleger blicken gespannt nach Washington, denn für den Erfolg dieses Vorhabens muss BP eine entscheidende regulatorische Hürde in den USA nehmen.
Politisches Tauziehen um Gasfeld
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht das Gasfeld Manakin-Cocuina, das sich über die Seegrenze zwischen Trinidad und Tobago sowie Venezuela erstreckt. Für BP ist die Erschließung dieses Vorkommens ein zentraler Baustein, um die Erdgasproduktion zu sichern. Das Projekt steht jedoch unter dem Vorbehalt geopolitischer Spannungen: Eine bereits erteilte US-Lizenz wurde im Frühjahr 2025 aufgrund verschärfter Sanktionspolitik gegenüber Venezuela widerrufen.
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Wie der Energieminister von Trinidad und Tobago nun bestätigte, unternimmt der Konzern einen neuen Anlauf und beantragt erneut die notwendige Genehmigung der US-Behörden. Dieser Schritt ist essenziell, da ohne die Ausnahmegenehmigung eine Zusammenarbeit mit dem sanktionierten Venezuela rechtlich nicht möglich ist. Die Hartnäckigkeit des Managements unterstreicht die Bedeutung konventioneller Förderprojekte für die künftige Bilanz des Unternehmens.
Strategische Wende und Aktienrückkäufe
Der erneute Vorstoß in der Karibik ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer breiteren strategischen Neuausrichtung. Erst im Januar 2026 kündigte BP Abschreibungen in Höhe von vier bis fünf Milliarden US-Dollar an, die primär den Bereich Gas und kohlenstoffarme Energie betrafen. Diese Bereinigung signalisiert eine klare Rückbesinnung auf das profitable Kerngeschäft mit Öl und Gas.
Flankiert wird dieser Kurs von Maßnahmen zur direkten Stützung des Aktienkurses. Am 28. Januar 2026 kaufte das Unternehmen rund 2,8 Millionen eigene Aktien zurück. Das Programm zielt darauf ab, die Anzahl der im Umlauf befindlichen Papiere zu verringern und so den Gewinn pro Aktie rechnerisch zu steigern. Der Kapitalmarkt reagierte zuletzt positiv auf diese Signale: Auf Monatssicht konnte die Aktie bereits um 6,65 Prozent zulegen.
Regulatorische Entscheidung steht aus
Für die weitere Entwicklung ist nun entscheidend, ob die US-Regierung dem pragmatischen Bedarf an Energiesicherheit Vorrang vor der strikten Sanktionspolitik einräumt. Eine erneute Lizenzerteilung würde BPs Strategie, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren, massiv stärken und den Weg für die Erschließung des Manakin-Cocuina-Feldes freimachen.
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