Branicks Group Aktie: Green-Bond-Verlängerung gesichert!

Die Zinszahlung für den Green Bond ist angekündigt; die Laufzeitverlängerung steht nach Ablauf der Klagefrist noch vor dem Vollzug.

Die Kernpunkte:
  • Zinszahlung fristgerecht und vollständig angekündigt
  • Green Bond umfasst 400 Millionen Euro
  • Keine Klagen gegen Gläubigerbeschlüsse eingereicht
  • Aktie legte binnen sieben Tagen 25 Prozent zu

Branicks Group verschafft sich bei der Neuordnung ihrer Verbindlichkeiten Luft. Das Immobilienunternehmen kündigte am Montag die fristgerechte und vollständige Zinszahlung für die am Dienstag fällige Unternehmensanleihe an.

Zugleich steht die Verlängerung der Laufzeit kurz vor dem formalen Vollzug, nachdem die Anfechtungsfrist ohne eingereichte Klagen abgelaufen ist. Am Aktienmarkt reagierte die Notierung am gestrigen Donnerstag mit einem Kurssprung von 16 Prozent auf 0,6440 Euro.

Stillhalteerklärung sichert Refinanzierung ab

Im Mittelpunkt steht die im Jahr 2021 begebene Green-Bond-Anleihe. Das Papier weist ein Gesamtvolumen von 400.000.000 Euro sowie eine Verzinsung von 2,250 Prozent auf. Die Rückzahlung der Anleihe war ursprünglich für den Dienstag dieser Woche angesetzt.

Um einen Zahlungsausfall zu vermeiden, soll die Laufzeit der Anleihe bis zum 31. Dezember 2026 verlängert werden. Die Vereinbarung beinhaltet zudem eine Option auf eine Verlängerung bis zum 31. März 2027. Da keine Anfechtungsklagen gegen die Beschlüsse der Anleihegläubiger erhoben wurden, soll die Anpassung in wenigen Tagen vollzogen werden.

Unterstützt wird das Vorhaben durch den gemeinsamen Vertreter der Gläubiger. Die MR Treuhand GmbH erklärte am Montag, die am Dienstag fällige Rückzahlung sowie etwaige Verzugszinsen bis zur formellen Umsetzung der Laufzeitverlängerung nicht ernsthaft einzufordern. Ergänzend verzichtete die Treuhandgesellschaft auf bestimmte Kündigungsrechte, um die Einigung nicht zu gefährden.

Sanierungsschritte begleiten den Börsenkurs

An den Handelsplätzen zogen die Schritte bereits operative Konsequenzen nach sich. Die Luxemburger Börse setzte den Handel der 400.000.000 Euro schweren Green Bond am 18. September vorübergehend aus. Der Handelsstopp soll bestehen bleiben, bis die geänderten Anleihebedingungen vollzogen sind.

Die Maßnahme ist Teil einer längeren Kette von Sanierungsbemühungen. Vor über einem Monat endete die Annahmefrist für das Restrukturierungsangebot des Unternehmens. Zudem lief vor rund zwei Wochen die Angebotsfrist für Bridge Notes ab.

Die Klärung der Zins- und Rückzahlungsfragen sorgt bei den Anlegern vorerst für Erleichterung. Auf Sicht von sieben Tagen summiert sich das Kursplus der Aktie inzwischen auf 25 Prozent.

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