Branicks Group Aktie: Sanierung trotz Hauptversammlungs-Nein

Die Gläubiger stimmen der Umsetzung des Sanierungskonzepts zu; zwei neu gewählte Aufsichtsräte haben ihre Mandate angenommen.

Die Kernpunkte:
  • Gläubiger tragen Sanierung trotz Ablehnung mit
  • Aktionäre verweigerten Zustimmung zu Beraterverträgen
  • Danne und Conradi nahmen Aufsichtsratsmandate an
  • Umsetzung bis März 2027 vorgesehen

Die Hauptversammlung hat einen Punkt abgelehnt, die Sanierung läuft trotzdem weiter. Branicks hat sich mit den wesentlichen Gläubigern darauf verständigt, das Konzept auch ohne die verweigerte Zustimmung umzusetzen. Damit räumt der Immobilienkonzern zwei Hindernisse aus dem Weg, über die er am 9. Oktober informiert hatte.

Was auf der Hauptversammlung schiefging

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. Oktober lehnten die Aktionäre Tagesordnungspunkt 4 ab, die Zustimmung zu Beraterverträgen. Diese Verträge gehörten zum Sanierungskonzept, das die Gesellschaft Ende Juli per Ad-hoc-Mitteilung bekanntgemacht hatte. Die Ablehnung stellte die Umsetzung zunächst infrage, weil wesentliche Vollzugsbedingungen betroffen waren.

Nun gibt es Entwarnung. Die wesentlichen Gläubiger akzeptieren, dass das Konzept trotz des Votums vollzogen werden kann.

Neuer Aufsichtsrat nimmt Gestalt an

Das zweite Hindernis betraf den Aufsichtsrat. Die Hauptversammlung wählte unter Tagesordnungspunkt 3 Dr. Matthias Danne und Dr. Johannes Conradi in das Kontrollgremium. Beide haben die Wahl inzwischen angenommen.

Vorgesehen ist, dass Danne als Kandidat für den Aufsichtsratsvorsitz vorgeschlagen wird. Conradi soll sein Stellvertreter werden. Zuvor hatten Aufsichtsratskandidaten eine Wahl abgelehnt, was die Lage verschärft hatte. Mit der Annahme ist diese Lücke nun geschlossen.

Zeitplan bleibt bestehen

Die Gesellschaft geht davon aus, dass auch die weiteren Vollzugsvoraussetzungen plangemäß eintreten. Die Umsetzung des Sanierungskonzepts ist für den 31. Dezember 2026 vorgesehen, spätestens für den 31. März 2027.

Für die Aktionäre bleibt der Spielraum eng. Das Votum gegen die Beraterverträge hat sich als folgenlos für den Zeitplan erwiesen, weil die Gläubiger den Kurs bestimmen. Der Aktienkurs hatte seit Jahresbeginn bereits stark gelitten. Ob die verbleibenden Vollzugsbedingungen planmäßig eintreten, entscheidet sich bis spätestens Ende März 2027.

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