Branicks Group Aktie: Zinsen fließen, Bond pausiert
Branicks bedient die Bondzinsen planmäßig, während die Rückzahlung bis zur formalen Laufzeitverlängerung weiter ausgesetzt bleibt.

- 400-Millionen-Euro-Bond erhält reguläre Zinsen
- Rückzahlung bis Ende 2026 verschoben
- Anfechtungsfrist ohne Klage verstrichen
- Anleihehandel in Luxemburg bleibt ausgesetzt
Wer bei Branicks auf eine schnelle Lösung gehofft hatte, muss weiter warten. Die Zinszahlung auf die 400-Millionen-Euro-Anleihe ist da – die Rückzahlung selbst bleibt vorerst ausgesetzt.
Zahlung erfolgt, Fälligkeit verschiebt sich
Die reguläre Zinszahlung von 2,250 Prozent auf den Green Bond 2021/2026 ist am 22. September planmäßig und vollständig erfolgt. Für die Anleihegläubiger ein Signal, dass Branicks trotz laufender Restrukturierung zahlungsfähig bleibt.
Die eigentliche Rückzahlung der Anleihe wird dagegen vorerst nicht eingefordert – Grundlage dafür ist die bereits beschlossene Laufzeitverlängerung bis Ende Dezember 2026, mit einer weiteren Option bis Ende März 2027.
Möglich wurde diese Konstruktion durch eine Abstimmung der Anleihegläubiger im August. Die einmonatige Anfechtungsfrist gegen diese Beschlüsse ist mittlerweile abgelaufen, ohne dass beim zuständigen Landgericht Frankfurt am Main eine Klage eingegangen wäre.
Der gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger, die MR Treuhand GmbH, hat entsprechend erklärt, die ursprünglich fällige Rückzahlung samt möglicher Verzugszinsen bis zur formalen Vollziehung der Laufzeitverlängerung nicht geltend zu machen. Zusätzlich verzichtet man auf bestimmte Kündigungsrechte.
Formale Vollziehung steht noch aus
Die eigentliche Umsetzung der beschlossenen Anleihebedingungen lässt noch auf sich warten. Sie soll voraussichtlich in wenigen Tagen erfolgen, war aber nicht mehr rechtzeitig vor dem 22. September möglich. Bis dahin bleibt der Handel der Anleihe an der Luxemburger Börse ausgesetzt – eine Maßnahme, die bereits seit dem 18. September gilt.
Für Anleihegläubiger bedeutet das: Die Zwischenlösung funktioniert, aber die formale Bestätigung fehlt noch. Branicks selbst kündigt an, über den weiteren Fortgang der Restrukturierung entsprechend den gesetzlichen Anforderungen zu informieren.
Die kommenden Tage dürften zeigen, ob die technische Vollziehung reibungslos verläuft. Erst danach kann der Anleihehandel in Luxemburg regulär wieder aufgenommen werden.
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