Brenntag – Da geht noch was

Der Chemikalienhändler Brenntag profitierte im letzten Jahr von einem strikten Sparkurs und einer aktiven Investitionstätigkeit. Damit könnten auch für die Aktie die Weichen zu weiteren Rekorden gestellt sein.

 

© Brenntag AG
© Brenntag AG

Mit der Vorlage der letzten Bilanz hat Brenntag die Börsianer überzeugen können. Denn der Händler von Industrie- und Spezialchemikalien meldete einen Jahresumsatz von gut 10 Mrd. Euro, ein Plus von 2,5%. Das EBITDA legte sogar um 4,1% auf fast 727 Mio. Euro zu. Was durchaus eine positive Überraschung war.

Denn Brenntag hatte vor allem im asiatisch-pazifischen Raum mit Ergebnisbelastungen aus politischen Unsicherheiten und Konjunkturschwächen – wie z. B. in Australien – zu tun. Doch ein in der Umsetzung befindliches Sparprogramm half die Auswirkungen aufzufangen. Hinzu kam ein deutlich besseres Geschäft in Europa.

 

Brenntag investiert für weiteres Wachstum

Das nutzte Brenntag auch dazu, weitere Investitionen anzustoßen. Das betrifft auch organisches und externes – durch kleinere Übernahmen – Wachstum. Wobei weiterhin Europa im Fokus stehen dürfte. Insgesamt verdiente Brenntag gut 339 Mio. Euro, weshalb auch die Dividende für das letzte Jahr auf 90 Cents je Aktie angehoben werden soll. Das entspräche aktuell einer Dividendenrendite von 1,6%.

Nicht üppig, aber immerhin. Wichtiger sind allerdings für Anleger wohl die Kursaussichten. Und die könnten es trotz der bisherigen Rallye noch in sich haben. Denn mit einem erwarten KGV für dieses Jahr von rund 18 und 2016 von 16 ist der Wert zwar schon nicht mehr preiswert, aber noch nicht gänzlich ausgereizt. Zumal unter der Prämisse, dass die Wachstumsprognosen von Brenntag aufgehen.

Brenntag-18-03-15

Fazit für die Brenntag-Aktie

Die jüngste Rallye hat zwar schon die Bewertung deutlich angehoben, aber die fundamentalen Grundlagen liefern noch ein Argument für weitere Kursgewinne. Anleger sollten allerdings darauf aufpassen, bestehende Positionen abzusichern, da bei einem allgemeinen Markt-Rückschlag Brenntag sicher nicht verschont bliebe. Wenn es zu einer Korrektur käme, würde die aktuelle 50-Tage-Linie (bei rund 50 Euro) eine gute Unterstützung liefern können.

One Comment - Write a Comment

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: