Brent Öl: Angebotsschwemme voraus?
Die IEA warnt vor einem deutlichen Marktüberschuss durch steigende Förderung, während die OPEC optimistisch bleibt. Der aktuelle Preisanstieg steht vor der Bewährungsprobe.

- IEA und OPEC mit gegensätzlichen Nachfrageprognosen
- Weltweite Ölförderung soll 2026 deutlich steigen
- Brent-Preis zeigt aktuell monatliches Plus von 10%
- Entscheidende OPEC+-Sitzung zu Quoten im Juni
Der Ölmarkt steuert auf ein spannungsreiches Jahr 2026 zu. Während die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem deutlichen Angebotsüberschuss warnt, hält die OPEC an ihren optimistischen Nachfrageprognosen fest. Kann der aktuelle Aufwärtstrend des Brent-Preises trotz der drohenden Überkapazitäten bestehen bleiben?
Gegensätzliche Prognosen belasten
Die Einschätzungen zur globalen Marktentwicklung klaffen derzeit weit auseinander. Die IEA hat ihre Prognose für das Nachfragewachstum auf 850.000 Barrel pro Tag (bpd) gesenkt und verweist auf die wirtschaftliche Unsicherheit sowie das hohe Preisniveau. Im Gegensatz dazu rechnet die OPEC mit einem deutlich robusteren Zuwachs von 1,4 Millionen bpd im gleichen Zeitraum.
Besonders die Angebotsseite sorgt für Diskussionsstoff: Die IEA erwartet für 2026 einen Anstieg der weltweiten Förderung um 2,4 Millionen bpd auf insgesamt 108,6 Millionen bpd. Dies würde rechnerisch zu einem deutlichen Marktüberschuss führen. Aktuell zeigt sich der Preis für Brent Crude jedoch noch unbeeindruckt. Mit 71,76 US-Dollar pro Barrel markierte der Rohstoff am Freitag ein Plus von fast 10 Prozent innerhalb eines Monats. Sinkende US-Lagerbestände und geopolitische Risiken stützten zuletzt die Notierungen.
Termine für Anleger
In den kommenden Monaten stehen wichtige Weichenstellungen an. Am 12. März veröffentlicht die IEA ihren nächsten Monatsbericht. Dieser wird zeigen, ob die Nachfrage aus Nicht-OECD-Staaten wie China tatsächlich die erwartete Stütze für den Markt bildet. Laut IEA-Schätzungen soll allein der Bedarf der petrochemischen Industrie für über die Hälfte des diesjährigen Nachfrageplus verantwortlich sein.
Eine fundamentale Entscheidung über die Marktstabilität fällt voraussichtlich am 7. Juni. Dann trifft sich die OPEC+ zur nächsten Vollversammlung, um über die künftigen Produktionsquoten zu entscheiden. Diese Beschlüsse haben das Potenzial, die langfristige Preisstruktur am Ölmarkt maßgeblich zu beeinflussen.
Währungsabsicherung im Fokus
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Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die physische Nachfrage mit dem prognostizierten Angebotsausbau Schritt halten kann. Sollten die Importdaten aus China hinter den Erwartungen zurückbleiben, dürfte sich der Fokus der Marktteilnehmer schnell von den aktuellen geopolitischen Aufschlägen hin zum drohenden Überangebot verschieben.
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